🚻 Die „Nette Toilette“ – eine kleine App mit großer Wirkung

Es gibt Dinge im Alltag, über die die meisten Menschen einfach nicht nachdenken. Spontan in ein gemütliches Café einzukehren, eine längere Stadtbesichtigung zu planen oder einen ausgedehnten Bummel durch die Altstadt zu genießen – all das geschieht oft ganz selbstverständlich, ohne einen zweiten Gedanken. Für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen sieht die Realität jedoch anders aus. Bevor ich ein Restaurant oder ein Café betrete, steht eine Frage ganz oben auf meiner Liste: Gibt es hier eine barrierefreie Toilette? Erst wenn diese Frage geklärt ist, kann ich mich entspannt für einen Betrieb entscheiden. Was für andere eine Kleinigkeit ist, bedeutet für uns mitunter aufwendige Recherche, unangenehme Nachfragen und manchmal auch Enttäuschungen.

Genau hier setzt die „Nette Toilette“-App an – und sie ist ein echter Lichtblick.

Was steckt dahinter?

Die „Nette Toilette“ ist ein deutschlandweites Netzwerk, das inzwischen in über 300 Städten vertreten ist. Stadtverwaltungen, Restaurants, Cafés und andere Betriebe öffnen dabei ihre Toiletten kostenlos für alle Besucherinnen und Besucher – ganz unkompliziert und ohne Verzehr- oder Kaufpflicht. Damit auf den ersten Blick klar ersichtlich ist, welche Betriebe mitmachen, werden im Eingangsbereich gut sichtbare Aufkleber mit dem charakteristischen „Nette Toilette“-Logo angebracht. Ein kurzer Blick genügt – und man weiß sofort, dass man willkommen ist.

Die dazugehörige „Nette Toilette“-App zeigt übersichtlich und standortbezogen an, wo sich die nächste teilnehmende Einrichtung befindet – und ob diese barrierefrei zugänglich ist. Für mich als Rollstuhlnutzerin ist das Gold wert. Keine langen Umwege, keine peinlichen Situationen, kein Stress. Einfach App öffnen, schauen, losgehen.

Warum diese App für uns so wichtig ist

Wer selbst keine Mobilitätseinschränkung hat, macht sich über das Thema Toilettenzugang selten Gedanken. Es ist eine jener unsichtbaren Hürden, die im Alltag von Menschen mit Handicap eine zentrale Rolle spielen – und die von außen kaum wahrgenommen werden. Die „Nette Toilette“-App schafft hier echte Erleichterung: Sie gibt uns Planungssicherheit, Selbstständigkeit und vor allem eines – die Freiheit, den Tag zu genießen, ohne ständig im Hinterkopf zu haben, was als Nächstes kommt.

Ein herzlicher Aufruf – an Städte, Gastronomen und alle Betriebe

Liebe Stadtverwaltungen, liebe Restaurantbesitzerinnen und -besitzer, liebe Café-Betreiber: Macht mit! Die Teilnahme am Netzwerk der „Netten Toilette“ ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt hin zu mehr Inklusion und Barrierefreiheit. Ein Aufkleber an der Eingangstür kostet wenig – bedeutet für Menschen mit Handicap jedoch enorm viel. Ihr signalisiert damit: Hier seid ihr willkommen. Alle. Und das ist eine Botschaft, die zählt.

Je mehr Betriebe und Städte mitmachen, desto größer wird das Netz – und desto freier und sorgloser können wir alle unsere Städte und Ausflugsziele erkunden. Denn barrierefreies Reisen beginnt nicht erst am Urlaubsort. Es beginnt schon beim nächsten Café um die Ecke.

Und denkt auch an Euren Euroschlüssel, hier gibt es viele Möglichkeiten auf barrierefreie Toiletten zu kommen.

👉 Die App findet ihr hier: app.die-nette-toilette.de

Kennt ihr die „Nette Toilette“ schon? Habt ihr sie vielleicht sogar schon genutzt? Ich freue mich über eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Eure Sunny 🌸

💐 Alles Liebe zum Muttertag – ein Gruß von Herzen 💐

Heute, am zweiten Sonntag im Mai, feiern wir den Muttertag – einen Tag, der tief in der Geschichte verwurzelt ist. Schon im antiken Griechenland ehrten die Menschen Göttergestalten als Sinnbild der Mutterschaft, doch den Muttertag, den wir heute kennen, verdanken wir einer mutigen Frau aus Amerika: Anna Marie Jarvis, die am 12. Mai 1907 in Grafton, West Virginia, einen Gedenkgottesdienst für ihre verstorbene Mutter abhielt und dabei 500 Nelken an andere Mütter verteilte – eine Geste der Liebe, die eine weltweite Bewegung auslöste. In Deutschland wurde der Muttertag erstmals im Jahr 1923 gefeiert – und seitdem ist er ein fester, strahlender Punkt im Jahreskalender geblieben.

Heute möchte ich innehalten und all den wunderbaren, unermüdlichen, liebevollen Müttern da draußen von ganzem Herzen danken. Ihr seid die stillen Heldinnen des Alltags, die tragenden Säulen in guten wie in schweren Zeiten – immer präsent, immer fürsorglich, immer da. Ob mit einem herzerwärmenden Lächeln, einer sanften Umarmung oder dem leisen Wissen, dass jemand für euch da ist: Ihr macht das Leben reicher, bunter und tiefer. Für all die schlaflosen Nächte, die zärtlichen Momente, die großen Opfer und die kleinen Wunder des Alltags – danke. Einfach danke.

Hier auf sunnysworldtour.travel.blog begleite ich euch zu wunderschönen Orten – zu verträumten Altstädten, majestätischen Schlössern, einladenden Stränden und herzlichen Restaurants. Dabei liegt mir ein Anliegen besonders am Herzen: Reisen soll für alle Menschen möglich sein. Ob mit Rollstuhl, Rollator oder anderen Mobilitätshilfen – jede Mutter, jeder Mensch verdient es, die Welt zu entdecken, Abenteuer zu erleben und unvergessliche Momente zu genießen. Barrierefreiheit ist für mich kein Randthema, sondern gelebte Herzlichkeit – und ich teile ehrlich und aus eigener Erfahrung, was wirklich zugänglich ist und was noch Verbesserungspotenzial hat.

An diesem besonderen Tag wünsche ich allen Müttern – ob jung oder gereift, ob nah oder fern, ob noch unter uns oder in unseren Herzen – einen strahlend schönen, zärtlichen und von Liebe erfüllten Muttertag. 🌹

Eure Sunny

**„Endlich gärtnern ohne Barrieren – Ein Hochbeet, das wirklich alle einlädt!“**

**„Rollibeet statt Ausgrenzung: Wie ein Tischlermeister aus Neuss Inklusion wörtlich greifbar macht“**

Am Samstag auf der **Landesgartenschau** passierte etwas ganz Besonderes.

Ich wurde von **Herrn Robert Wilmers**, Tischlermeister und Master of Arts in Architecture (PBSA) aus Neuss, angesprochen. Mit leuchtenden Augen fragte er mich, ob ich Lust hätte, einmal vor einem seiner **barrierefreien Hochbeete** vorzufahren und hineinzugreifen.

Ich fuhr mit meinem **Efix-Rollstuhl** heran – und es klappte **perfekt**. Bequem, ohne Anstrengung, ohne Verrenkungen. Ich konnte mühelos unter das Beet fahren und mit beiden Händen in der lockeren, duftenden Erde wühlen. Ein unglaublich befreiendes und glückliches Gefühl!

Herr Wilmers baut diese wunderbaren **Rollibeete** speziell für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer. Mit viel Liebe zum Detail, handwerklichem Können und einem tiefen Verständnis für echte Barrierefreiheit entstehen hier Hochbeete, die nicht nur schön aussehen, sondern **wirklich funktionieren**.

Besonders beeindruckt hat mich, dass er auch aus geschenkten Holzpaletten wunderschöne, nachhaltige und bezahlbare Varianten zaubert – inklusive eines charmanten **Kinderhochbeets**, das schon die Kleinsten zum Gärtnern einlädt.

Das ist für mich **gelebte Inklusion**: 

Kein „fast barrierefrei“, kein Kompromiss, sondern ein durchdachtes, einladendes Design, das Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen Freude am Gärtnern schenkt. Ein Ort, an dem niemand ausgeschlossen wird. Ein Ort, an dem Gemeinschaft wächst – buchstäblich. Ich bin Herrn Wilmers unendlich dankbar für dieses inspirierende Gespräch und dafür, dass er mit seiner Arbeit zeigt: **Gärtnern ist für alle da**. Mit seinen Rollibeeten macht er aus einer einfachen Holzkonstruktion ein starkes Symbol für Teilhabe, Selbstbestimmung und pure Lebensfreude.

Wenn ihr auch ein barrierefreies Hochbeet für euren Garten, eure Kita, Schule, Senioreneinrichtung oder Therapieeinrichtung sucht – schaut unbedingt bei **Robert Wilmers Mass-Design** aus Neuss vorbei.

Handwerk, Herz und echte Inklusion in einem. 🌱♿❤️

Robert Wilmers
Tischlermeister, Master of Arts in Architecture (PBSA)
Karl-Arnold-Str. 6
41462 Neuss
http://www.robert-wilmers.de

**Herzliches griechisches Flair mit vorbildlicher Barrierefreiheit: Rhodos in Lippstadt**

Im letzten Jahr habe ich das unscheinbare, aber absolut herzliche griechische Restaurant **Rhodos** in Lippstadt besucht – und war begeistert!

Das Restaurant liegt in der Cappelstraße 48, 59555 Lippstadt. In der engen Straße kann man links und rechts am Straßenrand parken. Einen ausgewiesenen Behindertenparkplatz haben wir leider nicht gefunden. Von außen wirkt das Lokal eher klein und unscheinbar, doch innen erwartet einen eine wunderbare Überraschung.

Der **barrierefreie Zugang** zum Restaurant ist top! Drinnen ist es modern und freundlich eingerichtet mit ausreichend Platz für Rollstuhlfahrer. Die Chefin war besonders aufmerksam und zuvorkommend: Sie zog sofort einen Stuhl zur Seite, damit ich bequem mit dem Rollstuhl an den Tisch fahren konnte. Von unserem Platz aus hatten wir direkten Blick in die offene Küche – das hat richtig Spaß gemacht!

Leider ist die gemütliche Terrasse nur über drei Stufen erreichbar, daher nicht barrierefrei.

**Das absolute Highlight: Die Behindertentoilette** 

Die Toiletten befinden sich im Keller, sind aber über einen **Aufzug** (neben der Treppe) perfekt erreichbar. Die Behinderten-WC-Tür ist schön breit, die Anlage ist unglaublich sauber und gepflegt. Für mich eines der besten und saubersten barrierefreien WCs, die ich in einem Restaurant je gesehen habe – ein riesiges Kompliment!

Kulinarisch wurden wir ebenfalls verwöhnt: Als Begrüßung gab es eine liebevoll angerichtete Probierportion mit selbstgemachtem Salat, frischer Aioli und warmem Brot vom hiesigen Bäcker, getränkt mit hauseigenem Olivenöl. Der Hauptgang wurde kreativ und appetitlich in verschiedenen Schalen und Tellern serviert. Das Essen war einfach nur lecker, frisch und authentisch griechisch!

**Fazit:** 

Zum ersten Mal habe ich ein Restaurant erlebt, das wirklich durchdacht und mit viel Herz für Menschen mit Behinderungen ausgerichtet ist. Barrierefreier Eingang, ausreichend Platz, freundliches Personal, Aufzug zur Toilette und ein tolles Essenserlebnis – Chapeau!

**Meine Bewertung:**

– **Gesamteindruck:** ★★★★★ **5 von 5 Sternen** 

– **Barrierefreiheit:** ★★★★☆ **4 von 5 Sternen** 

– **Essen & Service:** ★★★★★ **5 von 5 Sternen**

**Idyllische Fachwerk-Perle mit großzügiger Barrierefreiheit: Unsere genussvolle Pause im Meierhof Olderdissen**

Bei meinem Besuch im wunderschönen Tierpark Olderdissen in Bielefeld haben meine Begleitung und ich eine richtig gemütliche und vor allem barrierefreundliche Entdeckung gemacht: den **Meierhof Olderdissen**!

Direkt an der Dornberger Str. 147A, 33619 Bielefeld gelegen, erwartet euch ein liebevoll restauriertes, rustikales Fachwerkhaus, das traditionelle Elemente wie das charmante Fachwerk und die historische Deele gekonnt mit modernen, einladenden Akzenten verbindet. Das Ergebnis ist ein warmes, authentisches und gleichzeitig barrierearmes Ambiente, das sich wunderbar für Rollstuhlfahrer:innen und Begleitpersonen eignet.

**Besonders positiv:** Der Meierhof verfügt über einen **großzügigen, barrierefreien Außenbereich** mit einer weitläufigen Terrasse und einem einladenden Biergarten. Hier haben wir entspannt draußen gesessen, die frische Luft genossen und uns bei knusprigen Pommes und einem kühlen Bierchen herrlich erholt. Die Wege sind eben, die Übergänge sanft und die gesamte Terrasse rollstuhlgerecht zugänglich – ein echtes Plus für alle, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind.

**Zum Behinderten-WC** (im Meierhof Olderdissen): 

Die Türen sind mit mindestens 90 cm Breite gut befahrbar. Es gibt stabile Haltegriffe und eine ausreichende Bewegungsfläche von mindestens 123 x 103 cm vor dem WC und Waschbecken. Allerdings ist das WC nicht seitlich mit dem Rollstuhl anfahrbar und der Platz ist etwas knapp bemessen. Für viele rollstuhlfahrende Gäste trotzdem nutzbar, vor allem mit Unterstützung der Begleitperson.

Insgesamt hat mir  der Meierhof Olderdissen mit seinem herzlichen, traditionsbewussten Flair, den gemütlichen Räumen, den kulinarischen Angeboten und der durchdachten Barrierefreiheit im Außenbereich sehr gut gefallen. Ein wunderbarer Ort für eine entspannte Pause mitten im grünen Tierpark – ob mit Familie, Begleitperson oder einfach nur zu zweit.

**Fazit:** Wer in Bielefeld barrierefrei, rustikal-gemütlich und mit leckerem Biergarten-Feeling einkehren möchte, ist hier genau richtig!

Unsere Bewertung:

  • Gesamteindruck: ★★★★☆ 4 von 5 Sternen
  • Barrierefreiheit: ★★★☆☆ 3 von 5 Sternen
  • Atmosphäre & Gemütlichkeit: ★★★★★ 5 von 5 Sternen

**Heimat-Tierpark Olderdissen: Kostenloses Wald-Abenteuer im Teutoburger Wald – mein holpriger, aber herzerwärmender Rollstuhl-Ausflug** 

**Wölfe heulen, Bären chillen und mein Rollstuhl sagt „Hoppla“ – Wie rollstuhlgerecht ist Bielefelds schönster Tierpark?**

Der **Heimat-Tierpark Olderdissen** in Bielefeld ist ein echtes Natur-Highlight! Mitten im wunderschönen Teutoburger Wald gelegen, leben hier rund **450 Tiere** – und das alles **kostenlos 365 Tage im Jahr**. Eintritt frei – das ist heutzutage fast schon ein kleines Wunder!

Der Park finanziert sich hauptsächlich über Spenden und die 2-Euro-Parkgebühr (ca. 450 Stellplätze). Ich habe keine ausgewiesenen Behindertenparkplätze entdeckt, aber es gab genug normale Plätze in akzeptabler Nähe.

**Barrierefreiheit & Rollstuhl-Realität** 

Vom Parkplatz zum Eingang geht’s erst schön asphaltiert – da rollt man noch entspannt. Danach wird’s abenteuerlich: Es gibt schöne, gut verlegte Steinwege, aber auch längere Abschnitte mit **klassischem Kopfsteinpflaster und Schotter**. Mein efix Rollstuhl hat hier ordentlich „Klapper-Disco“ gemacht und ich musste mehrmals lachen, weil ich mich fühlte wie auf einem Trampolin mit Rädern. 😂 

Da der Park schön hügelig ist, lege ich euch wärmstens die **Stützen hinten am Rollstuhl** ans Herz. Für Menschen mit Rollator oder starker Gehbehinderung würde ich klar eine Begleitperson empfehlen. Die Waldwege sind meist etwas gnädiger als das Pflaster.

**Toilette** 

Das Behinderten-WC im Meierhof (bei der Gastronomie) hat eine breite Tür (mind. 90 cm), Haltegriffe und eine Bewegungsfläche von ca. 123 × 103 cm. Leider ist es **nicht seitlich anfahrbar** und etwas eng zum Manövrieren. Besser als nichts, aber hier wäre noch Luft nach oben.

**Die Tiere – absolut mein Highlight!** 

Hier wird’s richtig spannend. Besonders begeistert haben mich:

– Die beiden **Braunbär-Schwestern Jojo und Flocon** – riesig, entspannt und einfach nur beeindruckend 

– Das **Wolfsrudel** – majestätisch und faszinierend 

– Die drei **Luchse** (Lea mit ihren Söhnen Mats und Ole) – grazil und wachsam 

– Die putzigen **Fischotter**, die wie kleine Unterwasser-Akrobaten durchs Becken wirbeln 

– **Alpenmurmeltiere**, **Vielfraße**, **Wildkatzen**, **Waschbären** und **Biber** 

– Die **Esel-Truppe** (Lotti, Geli und Knut) – immer für eine lustige Show zu haben 

– **Heckpferde**, **Schottische Hochlandrinder**, **Alpensteinböcke** und **Gämsen**

Dazu noch jede Menge Vögel: Störche, Eulen, Pfauen, Enten und Co. Die meisten Tiere haben richtig viel Platz, naturnahe Gehege mit Wiesen, Wald und wetterfesten Unterständen. Für mich sahen sie insgesamt glücklich und artgerecht gehalten aus. Die **Infotafeln** sind übrigens hervorragend gemacht!

**Fazit mit Augenzwinkern** 

Der Tierpark Olderdissen ist ein wunderschöner, ruhiger und sehr herzlicher Ort – besonders für alle, die heimische Tiere lieben. Mit dem Rollstuhl ist er **teilweise gut machbar**, aber nicht durchgängig komfortabel. Ein paar glattere Wege und ein komfortableres WC würden ihn zu einem echten Barrierefrei-Traum machen.

Trotzdem: Ich komme auf jeden Fall wieder – die Tiere und die Wald-Atmosphäre haben mein Herz erobert!

Seid ihr schon mal in Olderdissen gewesen? Welches Tier hat euch am meisten fasziniert oder zum Lachen gebracht? Erzählt mir gerne in den Kommentaren! 🐻🐺🦦

⭐ Meine Bewertung (1–5 Sterne)

| Kategorie  | Bewertung   | Kommentar

**Gesamteindruck**        | ★★★★☆

(4,5)   | Wunderschöner Park, tolle Atmosphäre |

 **Barrierefreiheit**      | ★★★☆☆ (3,0)   | Teilweise holprig, aber machbar |

|**Wege & Steigungen**     ★★★☆☆ (3,0)   | Kopfsteinpflaster fordert Kraft

| **Toilette**              | ★★☆☆☆ (2,5)   | Eng und nicht seitlich anfahrbar |

| **Tiere & Gehege**        | ★★★★★ (5,0)   | Sehr artgerecht und beeindruckend |

| **Preis-Leistung**        | ★★★★★ (5,0)   | Kostenloser Eintritt ist unschlagbar |

**Gesamtbewertung: 4,0 von 5 Sternen** 

Ein toller Tierpark mit kleinen baulichen Schwächen, aber riesigem Herz.

**Sonntagsblüten – kleine Frühlingsboten direkt aus meinem Alltag**

Hallo ihr Lieben, 

heute kein großes Reise-Abenteuer, sondern einfach ein bisschen Frühling vor der Haustür (oder im Park um die Ecke). Sechs kleine Stars haben es heute auf meine Linse geschafft: 

– Der weiße Märzenbecher – so zart und pünktlich 

– Die gelbe Osterglocke – wie ein Sonnenstrahl 

– Zwei freche Gänseblümchen auf dem Rasen – die schaffen es immer als Erste 

– Eine knallrote Tulpe – mutig und fröhlich 

– Lila & weißer Krokus – die Klassiker, die den Winter endgültig vertreiben 

Für mich sind das jedes Jahr die besten Beweise: Nach Kälte kommt Farbe, nach Stillstand kommt Leben. 

Einen ruhigen, sonnigen Sonntag euch allen – lasst euch von den kleinen Dingen verzaubern! 

Welche Blume macht euch gerade am meisten Freude? Schreibt mir gerne! 🌸 

Sonntagsgrüße aus meinem rollenden Frühling 

Sunny

**Prego Rheda: Italienische Herzlichkeit, beste Pizza ever und eine steile Rampen-Überraschung** 

**Barrierefrei essen nach Schloss und Altstadt? Mein ehrlicher Test auf der Terrasse**

Gegen Abend, bei richtig warmen Temperaturen und nach einem langen Tag mit Schloss und Altstadt, kehrten wir ein – direkt gegenüber am Doktorplatz 5 in 33378 Rheda-Wiedenbrück. Das **Prego Restaurant | Café | Bar** hat uns mit seiner großflächigen Außenterrasse sofort eingefangen.

Ein Stuhl zur Seite geschoben, mein efix Rollstuhl passte perfekt unter den Tisch – und schon saßen wir mittendrin. Der ganze Platz drumherum lädt zum Verweilen ein, altes Fachwerk trifft moderne Innenräume, und die Küche ist genau so, wie Italien schmeckt: bunt, herzlich und voller wunderbarer Gerüche und Geschmäcker.

Wir haben draußen gesessen und es war einfach ideal für einen entspannten Abend. Die Stimmung, das Licht, die Atmosphäre – einfach top!

Wer nach drinnen oder zur unteren Terrasse möchte, steht vor einer Steintreppe… aber zum Glück gibt’s auch eine feste Rampe. Die ist allerdings ganz schön steil! Ich habe die Stützen an meinem Rollstuhl extra befestigt und war froh, dass wir zu zweit waren. Für Gehbehinderte und Rollator-Fahrer würde ich wirklich eine Begleitperson empfehlen. Aber: Die Betreiber haben daran gedacht – Respekt! 👍

Die Türschwelle zum Innenraum ist barrierefrei, das war ein weiteres Plus.

**Toilette:** Ebenerdig, sehr sauber und unter dem Waschbecken genug Platz für den Rollstuhl. Zum Drehen war’s allerdings etwas eng – da habe ich kurz „Okay, kreatives Manöver!“ gedacht. 😂

Und dann das Essen… Leute, eine der besten Pizzen, die ich je gegessen habe! Der Salat war so frisch und geschmackvoll – selten habe ich so gut gegessen. Einfach nur wow!

**Kleiner Verbesserungsvorschlag mit Augenzwinkern:** 

Die Rampe ein kleines bisschen flacher machen (oder eine zweite, leichtere Variante daneben) – und schon wäre das Prego für noch mehr Rollstuhlfahrer ein absoluter Traum ohne „Stützen-Action“.

**Fazit:** Das Prego ist ein echtes Highlight in Rheda – tolle Lage, herzliche italienische Küche und wirklich guter Wille bei der Barrierefreiheit. Die Terrasse ist uneingeschränkt rollstuhlgerecht, innen gibt’s kleine Herausforderungen, die aber machbar sind. Absolut empfehlenswert!

Seid ihr schon mal im Prego Rheda gewesen? Wie waren eure Erfahrungen mit Essen oder Barrierefreiheit? Schreibt mir gerne in die Kommentare – ich lese jede Nachricht! 💬

**Altstadt Rheda: Fachwerkperlen, Kopfsteinpflaster und eine echte Rollstuhl-Überraschung** 

**Barrierefrei durch die historische Altstadt von Rheda? Mein ehrlicher Test nach dem Schlossbesuch**

Vom wunderschönen Schloss Rheda war ich gerade zurück – und statt direkt ins Auto zu steigen, schnappte ich mir meinen efix Rollstuhl und rollte einfach weiter in die historische Altstadt von Rheda. Doktorplatz, 33378 Rheda-Wiedenbrück. Und was soll ich sagen? Ich war wirklich überrascht – positiv überrascht!

Wer durch die engen Gassen der alten Residenzstadt bummelt, taucht ein in eine andere Zeit. Überall liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser in unterschiedlichen Baustilen, die die Geschichte der Stadt lebendig machen. Besonders schön: Auf dem Pflaster vor den Häusern sind die Symbole der alten Handwerkerzünfte eingelassen. Die Leineweber dominierten damals klar – um 1820 gab es hier rund 100 Webstühle! Die kleinen Wappen erzählen auf Schritt und Tritt von der Handwerkskunst des Mittelalters.

Mein absoluter Lieblings-Spot war die **Kleine Straße**. Hier reihen sich die Fachwerkhäuser wie Perlen an einer Kette aneinander – einfach traumhaft zum Anschauen. Auch die Altstadt von Wiedenbrück ist für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollator zumindest teilweise zugänglich.

Allerdings: Kopfsteinpflaster und teils richtig hohe Bordsteinkanten sind vorhanden. An manchen Stellen hat mein efix sogar leise „Hoppla, das war knapp!“ gerufen – ich musste echt lachen, weil der Rollstuhl plötzlich wie ein kleines Springpferd wirkte. Die Bordsteinkanten sind so sportlich, dass ich mir fast überlegt habe, ob ich nicht besser Turnschuhe statt Reifen brauche. 😄

Trotz enger Gassen und mancher unebener Flächen konnte ich die schönen Fassaden erstaunlich gut genießen. Mein efix Rollstuhl hat sich wieder einmal bewährt! Die Altstadt von Rheda ist definitiv keine 100 % barrierefreie Flaniermeile – das wäre bei einer so alten Stadt auch utopisch. Aber sie ist deutlich besser befahrbar, als ich nach den ersten Eindrücken befürchtet hatte.

**Praktisch & wichtig: Toiletten** 

Mehrere öffentliche Behindertentoiletten sind vorhanden – und das ist Gold wert! Rheda-Wiedenbrück macht beim Projekt „Nette Toilette“ mit, sodass auch viele Gastronomen und Einzelhändler ihre Toiletten öffnen. Besonders praktisch:

– **Rathaus Rheda** (Rathausplatz): barrierefreie Toilette 

  Mo–Do 7–18 Uhr, Fr 7–14 Uhr, Sa 6–14 Uhr

– **Stadtbibliothek Rheda & Wiedenbrück**: beide haben Behindertentoiletten und sind Teil des „Nette Toilette“-Netzes

– **Stadthaus Wiedenbrück**: barrierefreie Toilette 

  Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 6–18 Uhr, So 9–18 Uhr

Tipp: EURO-Schlüssel mitnehmen – dann klappt’s überall reibungslos.

**Kleiner Verbesserungsvorschlag mit Augenzwinkern:** 

Ein paar Bordsteine in der Kleinen Straße etwas absenken – und schon könnten noch viel mehr Menschen die Fachwerk-Perlen ohne „Springpferd-Einlage“ genießen. Würde nur ein paar Zentimeter kosten und wäre ein Riesen-Gewinn!

**Fazit:** Die Altstadt von Rheda ist ein echtes Schmuckstück – und für Rollstuhlfahrer überraschend gut machbar. Klar, die Bordsteinkanten fordern Konzentration und manchmal ein Schmunzeln, aber die Schönheit entschädigt für alles. Wer nach dem Schlossbesuch noch ein bisschen Geschichte und Atmosphäre tanken möchte, sollte unbedingt weiterrollen.

Habt ihr die Altstadt von Rheda auch schon erkundet? Oder hattet ihr schon mal eine lustige „Bordsteinkanten-Action“ mit dem Rollstuhl? Schreibt mir gerne eure Erfahrungen in die Kommentare – ich lese jede Nachricht! 💬

🌿 Schloss Rheda – Zwischen Kopfsteinpflaster und Fürstengeschichte

Mitten in Rheda-Wiedenbrück erhebt sich das Schloss Rheda – benannt nach dem Stadtteil Rheda, in dem es seit Jahrhunderten steht.

Im letzten Jahr auf einem Maitag parkte ich vor dem Parkdeck am Domhof. Dort befinden sich ausgewiesene Behindertenparkplätze, was die Anreise für mich deutlich entspannter machte. Von dort aus machte ich mich auf den Weg Richtung Schloss.

Entlang der Schlossstraße fuhr ich weiter Richtung Steinweg und überquerte die Straße. Links kam ich gut auf einem geteerten Bürgersteig voran, während sich in der Mitte Kopfsteinpflaster befand. Dieses ist stellenweise recht uneben – mit Rollstuhl (gerade mit e-fix) durchaus machbar, aber spürbar holprig. Für Rollator-Nutzer oder Menschen mit starker Gehbehinderung empfehle ich eine Begleitperson.

Durch ein schmiedeeisernes Tor gelangte ich in den Schlosspark. Schon beim Einfahren spürt man diese besondere Atmosphäre. Die Wege bestehen aus feinen Kieselsteinen – relativ eben, aber nicht komplett erschütterungsfrei. Dafür laden zahlreiche Sitzmöglichkeiten dazu ein, eine Pause einzulegen und die Umgebung zu genießen.

Die Parkanlage ist ganz einfach gesagt: fantastisch. Alte Baumbestände, gepflegte Grünflächen und diese natürliche Ruhe machen den Aufenthalt zu einem echten Hochgenuss. Es ist ein Ort zum Durchatmen.

Vor mir erhob sich das imposante Wasserschloss. Schloss Rheda ist eine ehemalige Wasserburg, die bereits 1179 erstmals erwähnt wurde und heute noch von der Fürstenfamilie Bentheim-Tecklenburg bewohnt wird. Verschiedene Baustile vereinen sich hier eindrucksvoll: der mittelalterliche Kapellenturm aus dem 13. Jahrhundert, ein Renaissancetrakt mit Galerie sowie barocke Elemente.

Das Gebäudeensemble rund um das Wasserschloss mit Wassermühle, Orangerie und Nebengebäuden ist absolut sehenswert. Leider kann das Schloss selbst nur von außen besichtigt werden, da es sich in Privatbesitz befindet.

Ein größerer Teil des Weges – insbesondere durch das Tor zum inneren und vorderen Hof – besteht aus sehr grobem Kopfsteinpflaster. Mit dem Rollstuhl ist das durchaus anspruchsvoll. Es geht, aber komfortabel ist es nicht. Hier sollte man sich Zeit nehmen oder – wenn möglich – Unterstützung dabeihaben.

Schloss Rheda
Steinweg 16
33378 Rheda-Wiedenbrück


Kurzüberblick Barrierefreiheit

Behindertenparkplätze:

  • Parkdeck am Domhof
  • Weitere ausgewiesene Stellplätze im Innenstadtbereich Rheda

Wegebeschaffenheit:

  • Teilweise asphaltierte Bürgersteige
  • Feiner Kies im Schlosspark
  • Grobes Kopfsteinpflaster im Schlosshof

Behindertentoiletten:

  • Keine öffentlichen Toiletten direkt am Schloss (Privatbesitz)
  • Barrierefreie Toiletten im Bereich der Altstadt Rheda (z. B. öffentliche WC-Anlagen bzw. Gastronomie)

🌟 Fazit

Schloss Rheda ist ein wunderschöner, idyllischer Ort mit beeindruckender Geschichte und einer Parkanlage, die zum Verweilen einlädt. Die Kombination aus Natur, Architektur und fürstlichem Flair macht den Besuch besonders.

Barrierefreiheit ist teilweise gegeben – insbesondere bei den Parkmöglichkeiten. Die Wege sind jedoch nicht überall eben, und das Kopfsteinpflaster erfordert etwas Kraft und Geduld. Mit guter Planung und gegebenenfalls Begleitung ist der Besuch dennoch gut machbar.

Ein Ort zum Entschleunigen – und definitiv einen Besuch wert.