** Mit Rollstuhl auf den Spuren der Herzöge – Mein ehrliches Abenteuer im imposanten Schloss Celle** – imposante Fassade, karge Pracht


**Eine Zeitreise durch die prächtige Geschichte der Welfen**


Schon von Weitem kündigt sich das Schloss Celle mit seiner beeindruckenden vierflügeligen Anlage an – die größte ihrer Art in der gesamten Region der südlichen Lüneburger Heide. Ich war gespannt, welche Geschichten diese imposanten Mauern wohl zu erzählen haben, und machte mich auf den Weg in die Altstadt.

Am Anfang der Altstadt, in der Straße mit dem klangvollen Namen Stechbahn, fand ich einen Behindertenparkplatz – ein unkomplizierter und praktischer Start in einen Tag voller Geschichte. Über eine Ampel und die kleine Brücke, die über den Schlossgraben führt, näherte ich mich dem stattlichen Gebäude, das mir mit jedem Meter ehrfurchtgebietender erschien.

In dem doch eher kleinen Innenhof empfing mich holpriges, aber charakteristisches Kopfsteinpflaster – hier war offensichtlich gerade eine große Bühne mit Bänken, Stühlen und Tischen für eine Veranstaltung aufgebaut, was der historischen Kulisse einen lebendigen, fast schon festlichen Anstrich verlieh.

Durch das wuchtige Schlosstor betrat ich schließlich das Innere, wo mich zunächst ein modern umgebauter Trakt erwartete. Eine Treppe führte hinunter zu den Toiletten, doch zum Glück gibt es auch einen Aufzug, mit dem ich barrierefrei in den Keller und zu einer Behindertentoilette gelangen konnte. Insgesamt ließen sich zwei Etagen mit dem Aufzug bequem erkunden – ein Detail, das ich sehr zu schätzen wusste.

Im Inneren des Schlosses selbst sind zahlreiche Räume und Säle aus den unterschiedlichsten Bauphasen erhalten geblieben, ein wahrhaft eindrucksvolles Zeugnis wechselnder Epochen. Unter Herzog Georg Wilhelm wurden einst prachtvolle barocke Staatsräume eingerichtet, die bis heute besichtigt werden können. In der Gotischen Halle finden mittlerweile wechselnde Ausstellungen statt, während im Ostflügel das 2007 neu eröffnete Residenzmuseum die faszinierende Geschichte der Welfen und des Königreichs Hannover lebendig werden lässt. Die historischen Schlossräume wurden zwischen 1978 und 1981 aufwendig restauriert und lassen sich, ebenso wie die Schlosskapelle, im Rahmen einer Führung besichtigen.

So imposant die Räume von außen wirken, so ernüchternd war für mich leider der Blick ins Detail: Bis auf die Nebenküche und die Kapelle sind die Räume fast ausschließlich mit Gemälden ausgestattet und weitestgehend unmöbliert. Selbst die einst so prunkvollen barocken Staatsräume wirken heute schlicht und kalt, es mangelt spürbar an wirklich interessanten Exponaten. Der Einblick in das einstige Leben der Schlossherren bleibt dadurch, wie ich finde, erstaunlich eingeschränkt – ein bisschen, als würde man ein Buch nur am Einband bewundern dürfen, ohne je hineinlesen zu können.

Ein echter Höhepunkt war für mich hingegen der Blick vom Schloss über die Stadt Celle – ein Panorama, das die Mühen des Rundgangs mehr als entschädigte.

Rund um das Schloss führt ein Rundweg, der teils über gut verlegte, großzügige Pflastersteine und teils über etwas holprigeren Schotter verläuft. Vorbei am Französischen Garten und dem malerischen Schlossgraben mit seinem kleinen Teich lädt die gepflegte, historisch bedeutsame Anlage zu einem ruhigen, erholsamen Spaziergang ein. Besonders die Umgebung strahlt eine wohltuende Stille aus, viel Grün und zahlreiche stattliche Bäume säumen den Weg – blühende Pflanzen suchte ich allerdings vergeblich, was ich mir zu einer anderen Jahreszeit definitiv schöner vorstellen könnte.

Wer sich für die konservatorisch besonders wertvolle Schlosskapelle und die historische Schlossküche interessiert, kommt nur im Rahmen einer Führung hinein. Den Rest des Museums kann man jedoch ganz eigenständig und in seinem eigenen Tempo erkunden – für mich mit dem E-Fix ein durchaus angenehmer Aspekt.

Fazit: Das Schloss Celle besticht durch seine imposante Architektur, seine bewegte Geschichte und die weitläufige, gepflegte Parkanlage drumherum. Wer allerdings auf eine reich möblierte, lebendige Zeitreise hofft, wird von der doch recht kargen Ausstattung der Innenräume etwas enttäuscht sein. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist das Schloss dank Aufzug und Behindertentoilette größtenteils gut zugänglich, wenn auch nicht durchgehend barrierefrei – ich würde es als solide barrierearm einstufen.

⭐ Barrierefreiheits-Check auf einen Blick

KategorieBewertungKommentar
Parken⭐⭐⭐Behindertenparkplatz direkt an der Stechbahn
Wege⭐⭐Innenhof mit Kopfsteinpflaster, Rundweg teils Schotter
Toilette⭐⭐⭐Behindertentoilette im Keller, bequem per Aufzug erreichbar
Sehenswürdigkeiten⭐⭐Beeindruckende Architektur, aber unmöbliert und exponatarm
Gesamteindruck⭐⭐Historisch spannend, barrierearm, aber inhaltlich ausbaufähig

⭐ = eingeschränkt | ⭐⭐ = in Ordnung | ⭐⭐⭐ = sehr gut

Adresse: Schloss Celle Stechbahn 29221 Celle


 

Ferienwohnung Landliebe – Wenn die Ankündigung nicht hält, was sie verspricht

Eine ehrliche Reise nach Räderloh in der Lüneburger Heide

Räderloh, ein beschaulicher Ortsteil der Gemeinde Steinhorst im Landkreis Gifhorn, liegt malerisch im südlichen Zipfel der Lüneburger Heide – ruhig, ländlich und auf den ersten Blick genau die Art von Rückzugsort, nach dem ich für meine nächste Auszeit gesucht hatte.

Bei Airbnb war ich auf die Ferienwohnung Landliebe gestoßen, und die Beschreibung klang vielversprechend: eine ebenerdige Unterkunft, keine Treppen. Genau das, was ich mit meinem E-Fix brauche, auch wenn ich noch einige Schritte selbstständig gehen kann. Diese Angabe war für mich ausschlaggebend bei der Buchung – leider, wie sich später herausstellen sollte, zu Unrecht.

Die Anreise begann unkompliziert: Ein Parkplatz direkt neben dem Grundstück erleichterte den Start. Durchs Gartentor ging es über eine kleine, aber mit dem E-Fix gut zu bewältigende Kante von etwa vier Zentimetern, anschließend quer über den weitläufigen Rasen zur kleinen, gemütlich wirkenden Ferienwohnung mit ihrer überdachten Terrasse. Der Check-in per Schlüsselbox – bei uns steckte der Schlüssel praktischerweise gleich in der Haustür – verlief reibungslos.

Doch dann kam die Ernüchterung. Drei Stufen erwarteten mich: zwei aus Beton, direkt gefolgt von einer weiteren hinauf zur Tür des Wohnraums. Ausgerechnet das, was in der Anzeige ausdrücklich ausgeschlossen wurde.

Da Airbnb es leider nicht ermöglicht, Vermieter vorab gezielt zu Treppen oder baulichen Gegebenheiten zu befragen, hatte ich mich ganz auf die Beschreibung verlassen – und war prompt in dieselbe Falle getappt, die mir schon öfter begegnet ist.

Auch die langgezogene Küche, die bis ans andere Ende der Wohnung reicht, hielt eine weitere Überraschung bereit: Die nach innen öffnende Terrassentür führte über zwei hölzerne Stufen. Da ich mit Führung an der Hand noch einige Schritte gehen kann, zog mich meine Begleitperson die Stufen hinauf, während der Rollstuhl separat hereingebracht wurde – eine Lösung, die für einen kurzen Aufenthalt gerade noch machbar ist, für mich persönlich aber keinesfalls den Anspruch an echte Barrierefreiheit erfüllt.

Niemand möchte bei jedem Wunsch nach frischer Luft erst um Hilfe bitten müssen.

Hinter dem Haus warteten eine Sauna und ein finnisches Badefass, die sich zusätzlich anmieten ließen – für einen kurzen Aufenthalt von wenigen Nächten allerdings kein Angebot, das sich für mich gelohnt hätte.

Die Küche selbst war vollständig und praktisch ausgestattet, sodass es an Selbstversorgung nicht mangelte. Das kleine, gemütliche Wohnzimmer mit Kachelofen und Fernseher lud trotz allem zum Verweilen ein. Rechts davon führte eine kleine, rollstuhlfreundliche Kante von etwa zwei Zentimetern ins Badezimmer, das ausreichend Platz zum Wenden mit dem Rollstuhl bot. Kleine Metallkante von ca. 2 cm, um in die Dusche zu gelangen. Toilette hatte keine Haltegriffe, ist aber auch in den meisten Ferienwohnungen nicht gegeben.

Links gelangt man ins Schlafzimmer mit einem einladenden Kingsize-Doppelbett. Der Garten selbst präsentierte sich großzügig und weitläufig – ein echter Pluspunkt für sonnige Tage.


Fazit: Die Ferienwohnung Landliebe besticht mit ihrer ruhigen Lage, dem üppigen Garten und einer wohnlichen Ausstattung im Inneren. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen bleibt sie jedoch, entgegen der Anzeige, keine barrierefreie, sondern bestenfalls eine barrierearme Option mit deutlichen Einschränkungen – die Treppen an gleich zwei Zugängen machen einen selbstständigen Aufenthalt unmöglich.

⭐ Barrierefreiheits-Check auf einen Blick

KategorieBewertungKommentar
Parken⭐⭐⭐Parkplatz direkt am Grundstück, kleine Kante am Gartentor
Wege⭐⭐Drei Stufen am Haupteingang, zwei weitere an der Terrassentür
Toilette⭐⭐⭐Kleine Kante, ausreichend Platz zum Wenden
Sehenswürdigkeiten⭐⭐⭐Großzügiger Garten, ruhige Lage in der Heide
Gesamteindruck⭐⭐Trotz Anzeige nicht stufenlos – nur mit Unterstützung nutzbar

⭐ = eingeschränkt | ⭐⭐ = in Ordnung | ⭐⭐⭐ = sehr gut

Adresse: Ferienwohnung Landliebe Räderloh, Steinhorst Landkreis Gifhorn

Wood & Soul Coffee Roasters: Barrierefreies Kaffeeparadies im Herzen des Sauerlands

**Das Wood & Soul Coffee Roasters** in **Brilon** (Ostring 2, 59929 Brilon) ist ein echtes Highlight für alle Kaffeeliebhaber – und das völlig **barrierefrei und rollstuhlgerecht**! Wer mit Handicap unterwegs ist, Rollstuhl fährt oder einfach Wert auf uneingeschränkten Zugang legt, wird sich hier sofort wohlfühlen.

**Perfekte Erreichbarkeit & Barrierefreiheit** 

Direkt am **Liquid-Life Bikestore** gelegen, bietet das Café ausreichend Parkplätze inklusive **rollstuhlgerechtem Parkplatz**. Der Eingang ist **stufenlos und ebenerdig**, das gesamte Raumkonzept ist barrierefrei gestaltet. Die Toilette ist ebenfalls **ebenerdig erreichbar** und mit einem kleinen Rollstuhl gut zu manövrieren (Platz zum Drehen ist vorhanden). Auch wenn keine Haltegriffe installiert sind, überzeugt das Café durch seine durchdachte, offene und hindernisfreie Gestaltung.

Frisch gerösteter Genuss aus Leidenschaft

Hier dreht sich alles um außergewöhnlichen Kaffee. Im **Wood & Soul Coffee Roasters** findet ihr eine **große, exklusive Auswahl** an hochwertigen Kaffee- und Espresso-Sorten aus **direktem Handel**. Täglich frisch in der eigenen Rösterei veredelt – das ist Kaffeegenuss auf höchstem Niveau.

Gerne mahlen sie euren Lieblingskaffee direkt vor Ort im **passenden Mahlgrad** für eure Siebträgermaschine, Vollautomat oder French Press. Egal ob kräftig-würzig, fruchtig-floral oder schokoladig-sanft – hier wird jeder Kaffeetyp fündig.

Warme Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt

Schon beim Reinkommen spürt man die **herzliche, warme und entspannte Atmosphäre**. Viel echtes Holz, liebevoll ausgewählte Details, frische Blumen auf den Tischen und ein modernes, urbanes Café-Feeling schaffen eine Wohlfühloase mitten im Sauerland. 

Das Café ist hell, freundlich und großzügig gestaltet – perfekt für lange Gespräche, entspannte Momente oder ein ausgiebiges Frühstück. Der Service ist **herzlich, kompetent und aufmerksam**. Ob erfahrener Barista-Tipp oder persönliche Empfehlung – hier merkt man die Leidenschaft für guten Kaffee.

Kulinarische Highlights

– **Hervorragend geröstete Kaffeespezialitäten** in bester Qualität 

– **Spannende und kreative Kaffeevariationen** 

– **Sehr leckeres Frühstück** mit frischen Zutaten 

– Perfekter Ort für eine genussvolle **Kaffeepause**

Meine Bewertung

| Kategorie              | Bewertung      | Kommentar |

|————————|—————-|———–|

| **Barrierefreiheit**   | ★★★★★         | Sehr gut umgesetzt – ebenerdig, rollstuhlgerecht, gute Manövrierfläche |

| **Parkmöglichkeiten**  | ★★★★★         | Ausreichend Plätze inkl. Behindertenparkplatz |

| **Kaffeequalität**     | ★★★★★         | Exzellent! Frisch geröstet, tolle Auswahl & direkter Handel |

| **Atmosphäre**         | ★★★★★         | Warmes Holz-Ambiente, modern, einladend und entspannt |

| **Frühstück & Speisen**| ★★★★☆         | Sehr lecker und frisch |

| **Service**            | ★★★★★         | Freundlich, kompetent und leidenschaftlich |

| **Gesamteindruck**     | ★★★★★         | Absoluter Empfehlungstipp im Sauerland! |

**Fazit:** Wood & Soul Coffee Roasters ist ein **must-visit** im Sauerland – besonders für alle, die Wert auf **barrierefreien Genuss**, exzellenten Kaffee und eine authentische, herzliche Atmosphäre legen. Ob mit Rollstuhl, Kinderwagen oder einfach nur mit viel Genusslust: Hier seid ihr herzlich willkommen!

**Adresse:** 

Wood & Soul Coffee Roasters 

Ostring 2 

59929 Brilon 

**Tipp:** Kombiniert euren Besuch doch mit einer Tour durchs schöne Sauerland – das Café ist der ideale Start- oder Endpunkt für einen entspannten Tag!

🍋 Mein griechisches Lieblingsrestaurant im Sauerland

Das wunderbare Syrtaki in Olsberg – echt, würzig, rollstuhlgerecht –

Ich bin ein großer Griechenland-Fan und habe bereits einige griechische Restaurants besucht – von kleinen Tavernen bis zu großen Lokalen. Aber das **Syrtaki  – Griechisches Restaurant-Steakhaus** in Olsberg, Carlsauestraße 4,
gehört ohne jeden Zweifel zu den absoluten Besten, die ich je erlebt habe. Ein starkes Statement – und ich stehe vollständig dazu! Griechisch essen gehört zu meinen ganz großen Leidenschaften.

Anfahrt und Parken – gut gelöst

Parkplätze gibt es direkt vor dem Restaurant sowie gegenüber an der Straße. Ein Behindertenparkplatz befindet sich am Anfang der Straße zur Rutsche – nicht direkt vor der Tür, aber gut erreichbar und ausgeschildert.

Barrierefreier Zugang – vorbildlich für die Region

Was mich von Anfang an positiv gestimmt hat: Das Syrtaki ist ebenerdiger Zugang – der Eingang links hat zwar Stufen, doch vorne führt eine Rampe mit Handlauf bequem und rollstuhlgerecht ins Restaurant. Keine unüberwindbaren Schwellen, kein Umweg über die Terasse. Das ist in der Gastronomie leider noch längst keine Selbstverständlichkeit und hier ein echter, wertvoller Pluspunkt für alle Gäste mit Mobilitätseinschränkungen. Das Restaurant zeigt dies auch selbstbewusst nach außen: An der Wand prangt das Signet für Barrierefreiheit – gut sichtbar und eindeutig.

Die Restauranttür öffnet nach außen und ist etwas schwer zu öffnen – hier wäre eine leichtgängigere Lösung wünschenswert. Aber: Mit einer Begleitperson kein Problem.

Im Restaurant selbst können Rollstuhlfahrer sehr gut manövrieren – ausreichend Platz zwischen den Tischen, keine engen Engpässe. Wirklich angenehm!

Die Toiletten – sauber und rollstuhlgerecht

Das Syrtaki verfügt über ein rollstuhlgerechtes WC – sauber, gepflegt und gut nutzbar. Die übrigen Toiletten befinden sich im Keller und sind für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar – aber das rollstuhlgerechte WC ist vorhanden und das zählt! Alles war übrigens makellos sauber, was ich ausdrücklich erwähnen möchte. 👍

Wer eine rund um die Uhr zugängliche Alternative mit Aufstehhilfe benötigt: Im nahegelegenen Haus des Gastes in der Hauptstraße gibt es eine entsprechend ausgestattete Toilette.

Das Essen – einfach nur genial

Und nun zum Herzstück des Abends: dem Essen. Die Gerichte sind schlicht und ergreifend genial. Egal was auf den Tisch kommt – es schmeckt frisch, würzig und durch und durch authentisch griechisch. Die Portionen sind großzügig und reichhaltig, die Qualität der Zutaten spricht für sich. Man merkt sofort: Hier kochen echte Griechen mit echter Leidenschaft – und genau so soll es sein!

Die Atmosphäre – ein Stück Griechenland in Olsberg

Die Atmosphäre des Restaurants ist warmherzig, gemütlich und durch und durch griechisch – jedes Detail, jede Dekoration, jede Kleinigkeit verweist liebevoll auf das wunderschöne Mittelmeerland. Man schließt die Augen, hört die Musik, riecht die Gewürze – und ist für einen Moment einfach weg. 🌊

Besonders schön: die überdachte Terrasse mit komfortablen Außensitzplätzen. Und das Beste für Rollstuhlfahrer – sie ist direkt über eine gepflasterte Rampe erreichbar. So soll Inklusion aussehen!

Mein Fazit

Das Syrtaki in Olsberg ist für mich weit mehr als ein Restaurant – es ist ein Ort, an den ich immer wieder gerne zurückkomme. Hervorragendes, authentisches Essen, herzliche Atmosphäre und eine für die Region vorbildliche Barrierefreiheit machen es zu einem echten Geheimtipp – nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern für alle, die wissen was gutes griechisches Essen bedeutet. Eine klare, uneingeschränkte Empfehlung von mir! 🇬🇷🌟


Barrierefreiheits-Check auf einen Blick

KategorieBewertungKommentar
🅿️ Parken⭐⭐Parkplätze vor Ort; Behindertenparkplatz am Anfang der Straße zur Rutsche
🛤️ Wege⭐⭐⭐Ebenerdig; Rampe mit Handlauf; Restauranttür etwas schwer
🚻 Toilette⭐⭐⭐Rollstuhlgerechtes WC vorhanden; alles makellos sauber
🍽️ Erlebnis⭐⭐⭐Authentisch, würzig, reichhaltig – absolut empfehlenswert
🌟 Gesamteindruck⭐⭐⭐Vorbildliche Barrierefreiheit, herausragendes Essen – sehr gerne wieder!

⭐ = eingeschränkt | ⭐⭐ = in Ordnung | ⭐⭐⭐ = sehr gut

🏨 Notübernachtung in Uffenheim – Hotel Lichterhof barrierefrei unter der Lupe

⚔️ Ritter, Frühstück und ein Motorschaden – Mein ungeplanter Stopp in Uffenheim

Es gibt Reisemomente, die man so nicht plant – und die man dennoch nie vergisst. Auf dem Weg in den wohlverdienten Urlaub nach Italien traf uns das Schicksal mit voller Wucht: Motorschaden. Mitten auf der Strecke, nichts geht mehr. Was nun? Kurzentschlossen und mit dem nötigen Pragmatismus, den das Reisen mit Behinderung einem ohnehin beibringt, musste eine Notübernachtung her – und zwar so schnell wie möglich, barrierefrei wenn möglich.

Die Wahl fiel auf das Hotel Restaurant Lichterhof in Uffenheim, am Marktplatz 14 gelegen, mitten im fränkischen Städtchen. Was uns erwartete, war eine angenehme Überraschung – mit ein paar ehrlichen Einschränkungen, die ich euch natürlich nicht verschweige.

Ankunft und Check-in – herzlich willkommen

Die Begrüßung beim Check-in war von der ersten Sekunde an herzlich und aufrichtig freundlich – genau das, was man nach einem stressigen, unerwarteten Pannentag braucht. Solche Momente tun einfach gut und machen einen Riesenunterschied, wenn man angespannt und erschöpft ankommt. Hier hat das Team des Lichterhofs wirklich Pluspunkte gesammelt!

Das Zimmer – einfach, aber zweckmäßig

Untergebracht waren wir im Anbau des Hotels, Hausnummer 10 – in einem geräumigen Vierbettzimmer. Die Ausstattung war schlicht und funktional: ein Schreibtisch mit zwei Stühlen, ein bequemer Sessel, eine kleine Kommode und ein wandmontierter Fernseher. Großen Luxus darf man hier nicht erwarten – aber für eine ungeplante Notübernachtung war es absolut ausreichend und ordentlich.

Für mich als Rollstuhlfahrerin war der Platz im Zimmer einigermaßen ausreichend – mit Betonung auf „einigermaßen“. Die Zimmertür war etwas eng, und auch das Badezimmer ließ sich gerade noch so mit meinem EFix befahren. Ein größerer Rollstuhl hätte es nicht geschafft. Wer also mit einem breiteren Modell unterwegs ist, sollte vorab unbedingt nachfragen.

Vor der Zimmertür befand sich eine kleine Kante und ein knapp bemessenen Platz von rund 50 cm vor der Tür – und eine weitere kleine Stufe von ca. 6 cm. Keine unüberwindbaren Hindernisse, aber Hindernisse, die man kennen sollte. Barrierearm ist das Zimmer mit Abstrichen – vollständig rollstuhlgerecht ist es nicht.

Das Badezimmer – die angenehme Überraschung

Das Badezimmer hielt jedoch eine wirklich erfreuliche Überraschung bereit: eine barrierefreie Dusche mit eleganter Glasschiebetür – ebenerdiger Einstieg, geräumig genug und für mich sehr gut nutzbar. Das ist bei einem Hotel dieser Kategorie keineswegs selbstverständlich und verdient ausdrücklich Lob! 🌟

Was fehlte: Haltegriffe oder Stützvorrichtungen an der Toilette, um das selbstständige Aufstehen zu erleichtern. Gerade für Menschen mit eingeschränkter Kraft oder Stabilität wäre das eine wertvolle, barrierefreie Ergänzung – hier besteht noch Verbesserungspotenzial.

Das Frühstück – urig, frisch und reichhaltig

Die Haupteingangstür des Hotels war für mich leider nicht nutzbar – eine Stufe versperrte mir den Weg zur Tür und danach eine Treppe zum Gasthof.  Doch kein Problem: Links seitlich am Hotel gibt es eine weitläufige Doppeltür, die mir freundlich geöffnet wurde, sodass ich problemlos und unkompliziert mit dem Rollstuhl ins Gasthaus gelangte. 👍 Ein kleiner Umweg – aber er hat funktioniert!

Das Innere des Gasthauses empfing mich mit einer warmherzigen, urigen Atmosphäre – teilweise in Richtung mittelalterliches Ritterthema gestaltet, was gut zum Gesamtcharakter des Hauses passt. Das Frühstücksbuffet war frisch, vielfältig und mehr als ausreichend. Nach einer aufreibenden Pannennacht hat man das verdient!

Das Ritteressen – ein Highlight des Hauses

Ein besonderes Highlight des Lichterhofs ist das hauseigene Ritteressen, das im selben Gebäude stattfindet – bewacht von einem imposanten Ritter direkt vor der Eingangstür. In den Gästebewertungen liest man immer wieder begeisterte Kommentare – das Ritteressen scheint sehr gut angenommen zu werden und offenbar ein echtes Erlebnis zu sein! An welchen Tagen es stattfindet, weiß ich leider nicht genau – das sollte man am besten direkt beim Hotel erfragen.

Den Abend ließen wir stattdessen entspannt auf der ruhigen Terrasse ausklingen – eine kleine Kleinigkeit zu essen und ein wohlverdientes Bierchen in der Hand. 🍺 So lässt sich auch ein turbulenter Tag versöhnlich beenden.

Lage und Ruhe – fast idyllisch

Das Hotel liegt sehr ruhig und angenehm am Marktplatz – fast idyllisch, wenn da nicht die Kirchenglocken wären, die in angespannten Momenten doch ganz schön auf die Nerven gehen können. 😄 Wer einen leichten Schlaf hat oder nervlich gefordert ist, sollte das vielleicht im Hinterkopf behalten.

Mein Fazit

Der Lichterhof in Uffenheim ist kein Designhotel und kein barrierefreies Vorzeigeobjekt – aber er ist ein gepflegtes Haus mit echtem Charakter, freundlichem Personal und einer barrierefreien Dusche, die mich positiv überrascht hat. Für eine ungeplante Notübernachtung: absolut empfehlenswert. Für eine längere Reise mit größerem Rollstuhl oder höherem Barrierefreiheitsbedarf nicht geeignet.

Die Franken können Gastfreundschaft – das hat der Lichterhof eindrucksvoll bewiesen. 🌟


Barrierefreiheits-Check auf einen Blick

KategorieBewertungKommentar
🅿️ Parken⭐⭐Marktplatznähe; keine Angaben zu Behindertenparkplätzen
🛤️ Wege⭐⭐Kleine Stufe und Kante vor Zimmertür; Seitlicher Zugang Frühstück gut möglich
🚻 Toilette/Bad⭐⭐Barrierefreie Dusche ✅; keine Haltegriffe an der Toilette ❌
🏛️ Ausstattung⭐⭐Zimmer eng aber nutzbar;
🌟 Gesamteindruck⭐⭐Herzliches Haus – barrierearm mit Abstrichen

⭐ = eingeschränkt | ⭐⭐ = in Ordnung | ⭐⭐⭐ = sehr gut


Die Wahl fiel auf das Hotel Restaurant Lichterhof in Uffenheim, am Marktplatz 14 gelegen, mitten im fränkischen Städtchen. Was uns erwartete, war eine angenehme Überraschung – mit ein paar ehrlichen Einschränkungen, die ich euch natürlich nicht verschweige.

Hoch oben über Dillenburg – Der Wilhelmsturm und die Ruinen der Festung Dillenburg barrierefrei erkundet

Zwischen Kasematten und Burggeist – Mein rollstuhlgerechter Ausflug zum Wilhelmsturm Dillenburg

Es war ein wunderschöner, warmer Sommertag – der perfekte Tag für einen Ausflug, der mich auf einen geschichtsträchtigen, majestätischen Hügel führen sollte: den Schlossberg von Dillenburg. Dort oben, weithin sichtbar und unverwechselbar, thront das eindrucksvolle Wahrzeichen der sogenannten Oranienstadt: der mächtige Wilhelmsturm, umgeben von den faszinierenden, weitläufigen Überresten der ehemaligen Festungsanlage Dillenburg.

Parken – ehrlich berichtet

Offizielle Behindertenparkplätze direkt am Wilhelmsturm gibt es leider nicht. Ich habe am Straßenrand am Berg geparkt – kein Behindertenparkplatz war in Sicht. Im angrenzenden Ort gibt es kostenlose Parkmöglichkeiten, von dort sind es etwa 350 Meter Fußweg bergauf zur Anlage. Ein wichtiger Hinweis für alle Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer: Es geht bergauf! Bitte unbedingt an die Stützen am Rollstuhl denken – und eine Begleitperson ist hier nicht nur hilfreich, sondern wirklich empfehlenswert, damit der Rollstuhl nicht wegdriftet. Hier wäre ein barrierefreier Parkplatz direkt oben auf der Anlage ein echter, wichtiger Mehrwert für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Auf dem Schlossberg – zwischen Kieselsteinen und Geschichte

Der erste Teil des Weges ist noch geteert – angenehm und gut befahrbar. Sobald man jedoch den eigentlichen Burgplatz erreicht, wechselt der Untergrund: Kieselsteine und teilweise naturbelassener Waldboden prägen den Weg. Das ist für meinen EFix keine leichte Aufgabe, aber mit Geduld und der richtigen Begleitung durchaus bewältigbar. Barrierearm ist diese Anlage im besten Sinne des Wortes – nicht vollständig rollstuhlgerecht, aber mit gutem Willen und etwas Vorbereitung erkundbar.

Die Festungsanlage selbst ist groß: Die einstige Festung Dillenburg war ursprünglich über 200 Meter lang und gehörte zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert zu den größten und bedeutendsten Festungen Westdeutschlands. Heute hat man die weitläufigen Überreste in einem grünen, ruhigen Parkgelände integriert – unzählige Reste verschiedenster Gebäude, gewaltige Wehrmauern, malerische Ruinen, die die Jahrhunderte überdauert haben. Die Anlage ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich und wird aufgrund der herrlichen Aussicht über das reizvolle Städtchen Dillenburg und das Dilltal besonders gerne besucht.

Der Wilhelmsturm – ein Denkmal mit transnationaler Geschichte

Der imposante Wilhelmsturm selbst stammt – anders als man vielleicht vermuten würde – nicht aus dem Mittelalter, sondern aus dem 19. Jahrhundert. Er wurde zwischen 1872 und 1875 auf dem ehemaligen oberen Schlosshof mit deutsch-niederländischer Unterstützung errichtet. Den finanziellen Löwenanteil trug dabei Prinzessin Marianne der Niederlande höchstpersönlich. Der Grund für dieses außergewöhnliche, binationale Engagement: Wilhelm von Oranien kam 1533 im Dillenburger Schloss zur Welt – und wurde später zum Nationalhelden der Niederlande. Als Führer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien, dem sogenannten Achtzigjährigen Krieg, plante er seine entscheidenden Feldzüge von Dillenburg aus. Man nannte ihn ehrfürchtig „den Schweiger“ – ein besonnener, kluger Staatsmann, dessen Geburtsort noch heute Niederländerinnen und Niederländer in Scharen nach Dillenburg zieht.

Der etwa 42 Meter hohe Turm beherbergt heute das Oranien-Nassauische Museum, das vorwiegend Objekte zur Geschichte der Häuser Nassau und Oranien-Nassau präsentiert – das Leben Wilhelms von Oranien, berühmte Nassauer in der europäischen Geschichte, die Verbindung Nassau-Dillenburgs zum niederländischen Königshaus und den Festungsbau in der frühen Neuzeit. 114 Treppenstufen führen in die dritte Etage mit Aussichtsplattform und Trauzimmer – für Rollstuhlfahrerinnen wie mich leider nicht erreichbar, da das Innere des Turmes über sechs Stufen am Eingang zugänglich ist. Schade, denn der Blick von oben soll grandios sein!

Die Kasematten – unterirdisches Staunen

Besonders faszinierend sind die Kasematten – die weitverzweigten unterirdischen Verteidigungsanlagen der alten Festung, die zu den weitläufigsten Anlagen ihrer Art in Westdeutschland aus dem 15. Jahrhundert gehören. Bis zu 2.000 Soldaten konnten dort Unterschlupf finden. Die Kasematten lassen sich im Rahmen einer Führung besichtigen – ein absolutes Highlight für alle Geschichtsbegeisterten. Ob und inwieweit diese Führung für Rollstuhlfahrer zugänglich ist, sollte man vorab beim Museum erfragen.

Die barrierefreie Toilette – eine angenehme Überraschung

Eine wirklich erfreuliche Entdeckung: Direkt auf der Schlossberganlage, in unmittelbarer Nähe zum Wilhelmsturm, befindet sich eine barrierefreie, öffentliche Toilette – sauber, zentral gelegen und rollstuhlgerecht ausgestattet. Das ist keineswegs selbstverständlich bei einer Freiluftanlage auf einem Hügel, und ich war angenehm überrascht. Sollte diese einmal geschlossen sein, gibt es alternative Toiletten in der Innenstadt am Marktplatz.

Mein Fazit

Der Wilhelmsturm und die Ruinen der Festung Dillenburg sind ein schönes, stimmungsvolles Ausflugsziel – für Geschichtsinteressierte, für Familien, für Naturliebhaberinnen und auch für Rollstuhlfahrer wie mich, wenn man gut vorbereitet ist. Die fehlenden Behindertenparkplätze direkt am Berg und der Kieselsteinweg auf dem Burggelände sind die größten Hürden – hier wünsche ich mir für die Zukunft mehr inklusive Lösungen. Das Gelände selbst, die atemberaubende Aussicht, die grüne Parkanlage inmitten imposanter Ruinen und der faszinierende Wilhelmsturm als stummes Denkmal einer großen Geschichte haben mich tief beeindruckt.

Ein wundervoller, sommerlicher Tag – hoch über Dillenburg, umgeben von Jahrhunderten.


Barrierefreiheits-Check auf einen Blick

KategorieBewertungKommentar
🅿️ ParkenKein Behindertenparkplatz direkt an der Anlage; Straßenrand am Berg
🛤️ Wege⭐⭐Zuerst geteert, dann Kieselsteine und Waldboden; Begleitung empfohlen
🚻 Toilette⭐⭐⭐Barrierefreie Toilette direkt auf der Schlossberganlage vorhanden
🏛️ Sehenswürdigkeiten⭐⭐Außengelände frei zugänglich; Turm wegen 6 Stufen nicht rollstuhlgerecht
🌟 Gesamteindruck⭐⭐⭐Beeindruckendes, grünes Ausflugsziel mit großartiger Geschichte

⭐ = eingeschränkt | ⭐⭐ = in Ordnung | ⭐⭐⭐ = sehr gut


**Dinkelsbühl – Ein barrierefreies Juwel voller spätmittelalterlicher Magie an der Romantischen Straße** 

**Pfingstzauber in der märchenhaften Reichsstadt: Mit dem Rollstuhl durch eine der schönsten Altstädte Deutschlands**

Pfingstsonntag war es endlich so weit: Auf meiner weiteren Reise entlang der romantischen Straße besuchte ich die außergewöhnlich gut erhaltene, spätmittelalterliche Altstadt von Dinkelsbühl. Diese ehemalige Reichsstadt hat mich mit ihrer unglaublich gepflegten, farbenprächtigen und geschichtsträchtigen Atmosphäre total verzaubert. Als Rollstuhlfahrer freue ich mich immer besonders über barrierearme und rollstuhlgerechte Orte – und Dinkelsbühl hat hier richtig überzeugt!

Schon bei der Ankunft an der Mönchsrother Straße auf dem Wohnmobilstellplatz gab es direkt einen **Behindertenparkplatz**. Perfekt! Meine Begleitperson holte den Rollstuhl aus dem Kofferraum, und schon rollten wir los in dieses wunderschöne Abenteuer. Nicht weit entfernt fuhr ich durch ein beeindruckendes Altstadttor. Die mächtige, vollständig erhaltene Stadtmauer mit ihren vielen Türmen (tatsächlich rund 14 bis 16 beeindruckende Wehrtürme) und Toren umschließt die gesamte Altstadt wie ein schützender Ring. Besonders sehenswert ist ein Rundgang außen herum – wer Zeit hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. Direkt nebenan fließt die malerische **Wörnitz**.

An diesem sonnigen Pfingstsonntag fand gerade ein fröhliches Heimatfest statt. Die Besucher strömten in Scharen in die zauberhafte Altstadt, was die Straßen angenehm autofrei machte. Normalerweise ist hier leider viel Verkehr, was ich sehr schade finde. Eine echte **Fußgängerzone** wäre ein absoluter Traum und Mehrwert für diese Perle! Ich kann mir nicht vorstellen, dass Geschäfte, Restaurants oder Cafés dadurch auch nur einen Cent weniger Umsatz machen würden – im Gegenteil. Wer erledigt schon seinen Wocheneinkauf in so einer historischen Altstadt? Am Wochenende sollte der Verkehr einfach draußen bleiben. Diese wunderschöne Stadt könnte noch viel strahlender sein.

Trotz einiger Baustellenabtrennungen rollte ich entspannt über das teilweise Kopfsteinpflaster (mittig war es gut machbar) durch die sauberen, gepflegten und extrem charmanten Gassen. Was für eine **atemberaubende Kulisse**! Überall stehen prächtige, farbenfrohe Fachwerkhäuser aus dem Spätmittelalter in einem unglaublichen, einheitlichen Ensemble. Nicht nur rund ums Rathaus oder die Kirche – die gesamte Altstadt ist ein einzigartiges, reich an Geschichte, Architektur und Kultur gesegnetes Gesamtkunstwerk. Firmennamen in wunderschöner altdeutscher Schrift, liebevoll restaurierte Fassaden und detailverliebte Zunftschilder (leider nur wenige) machen jeden Meter zu einem Genuss.

**Barrierefrei unterwegs:** Das Kinderzech’-Zeughaus, das historische Lager und Museum für die berühmte Dinkelsbühler Kinderzeche, war durch den Eingang gut rollstuhlgerecht erreichbar. Auch das imposante **Münster St. Georg** hat einen seitlichen barrierefreien Eingang – die Tür geht zwar etwas schwer, aber es ist machbar und lohnt sich absolut. Die spätgotische Hallenkirche ist ein architektonisches Highlight.

Die Kinderzeche selbst ist ein echtes Highlight der Stadt. Dieses traditionsreiche Kinder- und Heimatfest erinnert an die Ereignisse im Dreißigjährigen Krieg 1632, als die Stadt den Schweden übergeben wurde. Eine berühmte Sage erzählt, wie mutige Dinkelsbühler Kinder unter Führung der „Kinderlore“ die Stadt vor der Zerstörung bewahrten. An diesem Tag zeigten Tänzer aus Nürnberg in wunderschöner Tracht eine mitreißende Show – das hat mir besonders gut gefallen!

Dinkelsbühl wurde durch geschickten Handel (Wolle, Sensen etc.) reich und blühte im 14./15. Jahrhundert auf. Ein dunkleres Kapitel ist die Hexenverfolgung: Im „Drudengewölbe“ oder der Hexenstube im Rothenburger Tor fanden Folterungen statt. Heute gibt es dazu informative Ausstellungen im Haus der Geschichte, die diese schwierige Vergangenheit aufarbeiten.

Stunden um Stunden vergingen wie im Flug in dieser lebendigen, geschichtsträchtigen und gleichzeitig so einladenden Stadt. Dinkelsbühl ist für mich ein absolutes Must-See auf der Romantischen Straße – besonders rollstuhlgerecht und barrierearm zugänglich für alle, die Geschichte mit allen Sinnen erleben wollen. Ein Ort, der mit seiner unvergleichlichen Schönheit und Authentizität tief berührt.

**Praktische Barriere-Infos:** Es gibt behindertengerechte Toiletten im Spitalhof sowie ein Toilettenhäuschen an der Schwedenwiese 2. Weitere barrierefreie Toiletten findet ihr praktischerweise in der App **abilityX**.

**Meine Bewertung für Dinkelsbühl:**

– **Barrierefreiheit & Zugänglichkeit:** ★★★★★ (5/5)

– **Optische Schönheit & Atmosphäre:** ★★★★★ (5/5)

– **Geschichtliches Erlebnis:** ★★★★★ (5/5)

– **Gesamteindruck:** ★★★★★ (5/5)


Bis bald auf meiner Worldtour – eure Sunny! 🌍✨


**Rothenburg ob der Tauber – Die zauberhafteste, mittelalterliche Altstadt meiner Träume!**

**Barrierefrei durch verwinkelte Gassen, verzaubert von alten Fassaden und leuchtenden Zunftschildern**

Schon seit vielen Jahren stand Rothenburg ob der Tauber ganz oben auf meiner persönlichen Wunschliste – ein absoluter Traumort, den ich endlich mit eigenen Augen sehen wollte. Diese wunderschöne, vollständig erhaltene bzw. wieder aufgebaute mittelalterliche Altstadt an der berühmten Romantischen Straße hat mich schon lange magisch angezogen. Warum heißt die Straße eigentlich „romantisch“? Weil sie durch eine der malerischsten und gefühlvollsten Landschaften Deutschlands führt – mit idyllischen Fachwerkstädtchen, sanften Hügeln und genau dieser unvergleichlichen Atmosphäre, die das Herz höher schlagen lässt.

Zu Pfingsten war es endlich so weit. Zusammen mit meiner Begleitperson quartierte ich mich in einer nahen Ferienwohnung ein und fuhr voller Vorfreude in die Stadt. An diesem Wochenende fanden die **Pfingstfestspiele** mit dem historischen Festspiel „Der Meistertrunk“ statt – ein buntes Mittelalter-Spektakel, das die ganze Altstadt in eine lebendige Zeitreise verwandelte.

**Barrierefrei & gut erreichbar** 

Für mich als Rollstuhlfahrerin war die Planung besonders wichtig – und Rothenburg hat mich positiv überrascht. Direkt entlang des Friedrich-Hörner-Wegs gab es mehrere **Behindertenparkplätze**. In der Nähe des großen Bus- und Autoparkplatzes befand sich eine sehr saubere **Mehrzweckhalle** mit barrierefreier Toilette (Euro-Schlüssel nicht vergessen!). Auch innerhalb der vollständig erhaltenen, beeindruckenden Stadtmauer gibt es weitere barrierearme und rollstuhlgerechte Toiletten. Die Altstadt selbst ist nicht überall perfekt eben – das alte Kopfsteinpflaster fordert manchmal heraus –, aber es gibt immer wieder glatte Plattenwege rechts und links, auf denen es sich deutlich leichter vorankommt. An ruhigen Tagen wäre das Erkunden noch entspannter.

Trotz des lebhaften Festivals war ich total geflasht!

Diese **unverwechselbare, märchenhafte Atmosphäre** hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Ich liebe einfach **alles Alte**: die prächtigen, reich verzierten Fassaden aus dem 13. bis 16. Jahrhundert, die niedlichen, schnuckeligen Balkone, die warm leuchtenden Lichter, die imposanten Türme und vor allem die wunderschönen, handgeschmiedeten **Zunftschilder**, die an den Häusern hängen. Jedes Haus erzählt seine eigene Geschichte – und ich konnte gar nicht genug fotografieren.

Besonders magisch sind das **Plönlein** (das wohl meistfotografierte Motiv der Stadt), der beeindruckende Marktplatz mit dem prächtigen Rathaus, die wehrhafte Stadtmauer mit ihren Türmen, der idyllische Burggarten, das spannende Kriminalmuseum, das Deutsche Weihnachtsmuseum und die wunderschöne Jakobskirche. Ein ganz persönliches Highlight war für mich das Spitzweghaus. Da musste ich unbedingt hinein, denn als ich jung war, hingen bei mir am Arbeitsplatz wunderschöne Spitzweg-Fotos an der Wand. Es war ein bewegender Moment, nun genau dort zu stehen, wo dieser einzigartige Charme entstanden ist.

Hoch oben aus dem Riesenrad konnte ich noch ein paar atemberaubend schöne Fotos von der gesamten Rothenburger Altstadt machen – ein wahrer Traum aus roten Dächern, Türmen und grünen Hügeln.

Das Käthe Wohlfahrt Weihnachtsdorf am Marktplatz ist übrigens das ganze Jahr über ein Highlight – hier gibt es die weltweit größte Auswahl an traditionellem, deutschem Weihnachtsschmuck und wunderschönen Geschenkideen. Ein echtes Wintermärchen mitten im Sommer!

**Eine süße Spezialität** 

Natürlich durfte auch eine Kostprobe der berühmten **Rothenburger Schneeballen** nicht fehlen. Dieses knusprige Traditionsgebäck aus Mürbeteig wird in heißem Fett ausgebacken und sieht aus wie eine große, fluffige Schneeball. Früher gab es sie nur zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, heute findet man sie in vielen leckeren Varianten – klassisch mit Puderzucker, mit Schokolade, Nüssen oder gefüllt mit Marzipan. Bei warmem Wetter kehrten wir bei einem netten Italiener ein und genossen ein kühles Bier – der perfekte Moment, um das bunte Treiben auf uns wirken zu lassen.

**Kurze Geschichtsstunde** 

Rothenburg war von 1274 bis 1803 eine **Freie Reichsstadt** und gehörte zu den mächtigsten und reichsten Städten im Heiligen Römischen Reich. Der Wohlstand kam durch Handel und Handwerk. Obwohl die Stadt im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört wurde, hat man sie so meisterhaft wiederaufgebaut, dass das mittelalterliche Flair fast vollständig erhalten blieb. Leider gehört Rothenburg (noch) nicht zum UNESCO-Weltkulturerbe – obwohl es jahrelang auf der Tentativliste stand. Die einzigartige, fast vollständig erhaltene mittelalterliche Altstadt wäre es auf jeden Fall wert!

Nach vielen wundervollen Stunden, unzähligen Fotos und mit einem Herzen voller Begeisterung fuhren wir zurück. **Rothenburg ob der Tauber ist bislang die allerschönste Altstadt, die ich je gesehen habe.** Diese Fülle an Details, der unvergleichliche Charme und die Mischung aus Geschichte, Romantik und Lebendigkeit haben mich total überwältigt. Ich komme ganz sicher wieder – am liebsten an einem ruhigen Wochentag, um noch mehr Zeit für all die kleinen, zauberhaften Ecken zu haben.

**Fazit:** Wenn du alte Architektur, romantische Gassen und barrierearmes Reisen liebst – dann ist Rothenburg ein absolutes Muss!

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**Barrierefreiheits-Check auf einen Blick**

| Kategorie              | Bewertung     | Kommentar                          |

|————————|—————|————————-|

| 🅿️ Parken            | ⭐⭐⭐         | Gute Behindertenparkplätze am Friedrich-Hörner-Weg |

| 🛤️ Wege              | ⭐⭐          | Kopfsteinpflaster, aber viele glatte Platten daneben |

| 🚻 Toilette           | ⭐⭐⭐         | Saubere barrierefreie Toiletten am Parkplatz und in der Altstadt (Euro-Schlüssel) |

| 🏛️ Sehenswürdigkeiten | ⭐⭐          | Viele Highlights erreichbar, aber nicht überall stufenlos |

| 🌟 Gesamteindruck     | ⭐⭐⭐         | Sehr lohnenswert trotz Herausforderungen |

**Legende:** 

⭐ = eingeschränkt  ⭐⭐ = in Ordnung  ⭐⭐⭐ = sehr gut

**Mein persönliches Fazit:** 

Trotz einiger Einschränkungen durch das historische Kopfsteinpflaster war der Tag für mich ein absolutes Highlight. Rothenburg ob der Tauber ist für mich bisher **die schönste Altstadt**, die ich je besucht habe. Die Begeisterung für die alten Fassaden, Zunftschilder und die magische Atmosphäre überwiegt bei weitem. Klare Weiterempfehlung! ❤️

Pizza, Pragmatismus und ein Hauch Improvisation – La Locanda in Uffenheim

Auf der Fahrt von Dinkelsbühl in unsere Ferienwohnung machten wir spontan halt: Ein knurrender Magen und die Aussicht auf ein sonniges Plätzchen führten uns zur charmanten La Locanda Pizzeria & Ristorante in der Würzburger Straße 4 in Uffenheim. Solche ungeplanten Stopps bergen ja immer ein kleines Abenteuer – wird es rollstuhlgerecht, barrierearm oder eher eine sportliche Herausforderung? Ich nehme euch mit auf diesen kurzen, aber aufschlussreichen Besuch.

Parken und Anfahrt – improvisiert, aber machbar

Einen Behindertenparkplatz suchten wir vergeblich, also parkten wir etwas oberhalb, an der Ecke Würzburger Straße/Kirchstraße. Von dort aus rollte ich mit meinem Rollstuhl über einen leicht abfallenden, aber gut befahrbaren Hügel hinunter zum gegenüberliegenden Bürgersteig. Dort erwartete mich eine kleine Terrasse mit bunten Sonnenschirmen und einer hübschen Abgrenzung zur Straße hin – wirklich ein lauschiges Plätzchen. Barrierefrei im strengen Sinne ist diese Anfahrt nicht, da ein ausgewiesener Behindertenparkplatz fehlt, aber mit etwas Umsicht durchaus barrierearm zu bewältigen.

Der Eingang – eine kleine Kante, kein großes Hindernis

Der Zugang zum Restaurant ist leicht schräg angelegt, mit einer kleinen Kante, die sich mit dem Rollstuhl aber problemlos überwinden lässt. Kein Grund zur Sorge also für alle, die wie ich mobilitätseingeschränkt unterwegs sind.

Drinnen: Gemütlich, aufmerksam und überraschend großzügig

Innen erwartet einen ein herzliches, warmes Ambiente, ganz so, wie man es sich von einer italienischen Trattoria wünscht. Besonders gefreut hat mich, dass im Gastraum ausreichend Platz vorhanden war, um sogar einen Stuhl beiseite zu rücken und mir mit dem Rollstuhl bequem Platz zu schaffen. Die Bedienung war zudem freundlich, zuvorkommend und aufmerksam, genau das herzliche Miteinander, das einen spontanen Restaurantbesuch erst richtig gelingen lässt.

Die Toilette – knapp, aber ebenerdig

Ein echter Pluspunkt: Die Toilette liegt auf derselben Ebene wie der Gastraum, kein mühsamer Umweg über eine Kellertreppe. Mit meinem kompakten E-Fix-Rollstuhl kam ich gerade so durch die Tür, eng, aber machbar. Zum Wenden war ausreichend Raum vorhanden, großzügiger hätte er allerdings sein dürfen, sodass ich die Toilette eher als barrierearm denn als wirklich rollstuhlgerecht einstufen würde. Beschweren möchte ich mich darüber trotzdem nicht, denn viel zu oft liegen Toiletten in Restaurants im Keller und sind für uns Rollstuhlfahrer damit überhaupt nicht erreichbar. Mein praktischer Tipp: Sucht vor einem Restaurantbesuch noch einmal die Toilette zu Hause, im Hotel oder in der Ferienwohnung auf, dann seid ihr auf der sicheren Seite.

Und wie schmeckt’s?

Kulinarisch war ich rundum zufrieden, wenngleich ich persönlich meine Pizza gerne etwas saftiger mag als hier serviert. Ein kleiner Wermutstropfen war zudem, dass es leider kein Fassbier gab. Kleinigkeiten, die den insgesamt positiven, herzlichen Gesamteindruck aber keineswegs trüben konnten.

Mein Fazit

La Locanda ist ein sympathischer, unkomplizierter Ort für einen spontanen Zwischenstopp: freundlicher Service, ein gemütliches Ambiente und eine alltagstaugliche, barrierearme Zugänglichkeit. Vollständig rollstuhlgerecht im klassischen Sinne ist der Besuch nicht, weder beim Parken noch bei der etwas engen Toilette, doch mit ein wenig Flexibilität und Umsicht ist ein entspannter Besuch mit Rollstuhl gut möglich. Für alle, die auf der Durchreise sind, kann ich das Restaurant deshalb guten Gewissens weiterempfehlen.


Barrierefreiheits-Check auf einen Blick

KategorieBewertung
Parken⭐⭐
Wege⭐⭐
Toilette⭐⭐
Sehenswürdigkeiten⭐⭐
Gesamteindruck⭐⭐

Legende: = eingeschränkt | ⭐⭐ = in Ordnung | ⭐⭐⭐ = sehr gut

Ferienwohnung Scheunenpfund in Martinsheim – gemütlich, aber nicht für jeden Rollstuhl geeignet

Manchmal verliebt man sich schon beim ersten Blick in eine Unterkunft – und genau so ging es mir mit der Ferienwohnung Scheunenpfund in der Enheim 7A, 97340 Martinsheim. Eine wunderschöne, heimelige Erdgeschosswohnung mit viel Charme. Aber wie so oft im Leben einer Rollstuhlfahrerin gilt: Charme allein macht noch keine Barrierefreiheit.

Deshalb nehme ich euch heute ganz ehrlich mit durch mein verlängertes Wochenende dort – mit allem, was toll war, und allem, worüber ich stolpern könnte (im wahrsten Sinne des Wortes).

Ankommen und Parken

Direkt vor dem Haus erwartet einen ein großzügiger Carport, praktischerweise links von der Haustür aus gesehen. Der Weg dorthin führt über Steinplatten in unterschiedlichen Größen – grundsätzlich gut befahrbar, aber Achtung: Direkt am Carport verläuft eine kleine Kuhle, die dem Wasserablauf dient. Für mich mit dem E-Fix eine echte Stolperfalle, auf die ich hier ausdrücklich hinweisen möchte. Eingecheckt wird unkompliziert per Schlüsselbox mit Zahlencode, kein Schlüsselübergabe-Stress, keine Wartezeit – das mag ich sehr.

Der erste Eindruck drinnen

Die Haustür selbst ist mit rund einem Meter erfreulich breit und problemlos barrierefrei zu passieren. Dahinter erwartet einen ein längerer Flur, der noch einmal durch eine zusätzliche Tür unterteilt ist. Schon hier fällt der wunderschöne Dielenboden auf, der sich großzügig und einladend durch die ganze Wohnung zieht.

Das Bad – hier musste ich leider passen

Kommen wir zum kritischsten Punkt meines Berichts, denn ehrlich sein gehört bei mir einfach dazu: Die Badtür misst gerade einmal etwa 70 Zentimeter. Für Rollstuhlfahrer ist das schlicht keine Option, so bedauerlich ich das auch finde. Wer noch ein paar Schritte selbstständig laufen kann, kommt zurecht, für alle anderen wird es eng bis unmöglich. Das Bad selbst ist recht klein geschnitten, die Toilette sitzt zudem sehr tief, was für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit zusätzlich anstrengend sein kann. Auch die Duschwanne mit ihren etwa 25 Zentimetern Höhe ist deutlich zu hoch angesetzt und definitiv nicht barrierefrei nutzbar. Hier hätte ich mir wirklich mehr Rücksicht auf mobilitätseingeschränkte Gäste gewünscht.

Terrasse und Garten – fast perfekt

Vom lichtdurchfluteten Wohnzimmer aus gelangt man über eine kleine Stufe hinaus auf die Terrasse, von der aus sich ein wirklich zauberhafter Blick auf den Garten bietet. Alternativ führt auch die Haustür in Richtung Terrasse, allerdings wartet auch hier eine etwa 5 Zentimeter hohe Kante. Mit einem schrägen Brett als improvisierter Rampe wäre diese Hürde für Rollstuhlfahrer aber leicht zu meistern – ein Tipp, den ich der Vermieterin gerne mitgeben würde.

Wohnbereich und Schlafzimmer – geräumig und stimmungsvoll

Die offenen Holzdecken verleihen der gesamten Wohnung eine urgemütliche, fast schon rustikale Note. Das Schlafzimmer besticht durch ein bequemes Kingsize-Bett in angenehm hoher Aufstehhöhe – für mich persönlich ein wichtiges Detail, das viel zu selten mitgedacht wird. Der Wohn- und Essbereich ist offen zum Schlafzimmer hin geschnitten, was für ein großzügiges, luftiges Raumgefühl sorgt. Die Türbreiten variieren dabei: Wohn-/Esszimmer etwa 80 Zentimeter, vom Flur zum Schlafzimmer rund 82 Zentimeter. Beide Maße sind mit einem schmaleren Rollstuhl durchaus passierbar, wenn auch nicht übermäßig komfortabel.

Küche – vorbildlich breit

Positiv überrascht hat mich die Küche: großzügig geschnitten und mit einer Schiebetür von stattlichen 88 Zentimetern ausgestattet. Das ist ein Wert, den ich mir eigentlich für jeden Raum wünschen würde!

Gemütliches Extra: der Kachelofen

Ein echter Blickfang ist der große, weiße Kachelofen, der der Wohnung eine wohlig-warme, heimelige Atmosphäre verleiht. Genau das i-Tüpfelchen für einen entspannten Rückzugsort.

Mein persönliches Fazit

Die Ferienwohnung Scheunenpfund ist zweifellos liebevoll eingerichtet, blitzsauber und mit ihrem rustikalen Charme, dem Kachelofen und den schönen Dielenböden ein echtes Wohlfühlnest.

Für Menschen, die noch selbstständig ein paar Schritte gehen können, ist sie durchaus geeignet. Für Rollstuhlfahrer jedoch, insbesondere im Hinblick auf Bad und Toilette, kann ich sie leider nur sehr eingeschränkt empfehlen.

Schade, denn mit ein paar baulichen Anpassungen – einer breiteren Badtür, einer abgesenkten Dusche und einer kleinen Rampe an der Terrassenkante – hätte diese charmante Unterkunft das Potenzial, für deutlich mehr Menschen zugänglich zu sein.


Barrierefreiheits-Check auf einen Blick

KategorieBewertung
Parken⭐⭐⭐
Wege⭐⭐
Toilette
Sehenswürdigkeiten⭐⭐
Gesamteindruck⭐⭐

Legende: = eingeschränkt | ⭐⭐ = in Ordnung | ⭐⭐⭐ = sehr gut

Ferienwohnung in Martinsheim