🌊 SailWise – Barrierefreier Wassersporturlaub in den Niederlanden

Auf der Rehacare-Messe 2025 bin ich auf SailWise gestoßen – eine Organisation, die seit Jahren barrierefreien Wassersport in den Niederlanden möglich macht. Mich hat dieses Konzept sofort begeistert, weil es Menschen mit Handicap eine echte Chance gibt, aktiv und unabhängig Urlaub am Wasser zu machen.

SailWise bietet drei verschiedene Möglichkeiten:

🔹 Gruppenreisen mit Wassersportprogramm
Schulen, Heime oder andere Gruppen können barrierefreie Unterkünfte von SailWise buchen – inklusive Wassersportangeboten. Diese Reisen sind immer auf Basis von Selbstversorgung organisiert. Verpflegung und Pflege werden nicht gestellt, können aber eigenständig oder über externe Anbieter organisiert werden.

🔹 Barrierefreie Ferienwohnungen in Elahuizen
Hier können Urlauber barrierefreie Apartments mieten, die hervorragend ausgestattet sind (Pflegebett, Lifter etc.). Auch diese Ferienwohnungen werden auf Basis von Selbstversorgung angeboten. Wer Boote mieten möchte, kann dies zusätzlich tun – und wer sich beim Fahren unsicher ist, kann auf Wunsch einen Skipper oder Instruktor dazubuchen.

🔹 Aktivurlaube an Bord
Wer Lust auf Gemeinschaft hat, kann sich auch individuell für einen Aktivurlaub anmelden – zum Beispiel an Bord der Lutgerdina, der Beatrix oder auf der Insel Robinson Crusoe. Diese Reisen sind inklusiv organisiert: Unterkunft, Verpflegung und Aktivitäten werden gemeinsam gestaltet. Es wird zusammen gesegelt, gekocht und geputzt – ein echtes Gemeinschaftserlebnis.

Damit SailWise für jeden funktioniert, ist wichtig zu wissen: Alltags- und Pflegebetreuung sind nicht automatisch inbegriffen, sondern müssen – je nach Reiseform – selbst organisiert werden. SailWise unterstützt auf Wunsch bei der Vermittlung häuslicher Pflegeorganisationen, die Initiative liegt jedoch bei den Gästen.

Mich hat vor allem begeistert, dass SailWise trotz seines großen Engagements keine höheren Kosten für Menschen mit Handicap verlangt – dank vieler Partnerunternehmen aus den Niederlanden und Spenden kann dieses Angebot so barrierefrei und fair bleiben.

Mehr Infos: https://sailwise.nl/nl

Leben mit Bethlem: Meine Reise durch die Herausforderungen der Seltenen Muskelerkrankung

Mein Leben ist geprägt von einer seltenen Muskelerkrankung namens Bethlem-Muskeldystrophie. Diese Erkrankung bedeutet, dass sämtliche Muskeln schwach sind und mit der Zeit immer schwächer werden. Was für viele Menschen selbstverständlich ist – spontan losgehen, ins Auto steigen oder einfach ohne große Planung etwas unternehmen – wird für mich oft zur Herausforderung.

Wenn ich reisen möchte oder bestimmte Orte besuchen will, sei es ein Restaurant, Veranstaltungen, Konzerte, Parks oder Ausflüge, stoße ich regelmäßig auf erhebliche Barrieren. Unebenes Gelände, unzugängliche Toiletten, Stufen und Treppen gehören zu den Hindernissen, die mich daran erinnern, dass meine Mobilität eingeschränkt ist. Deshalb sind für mich barrierefreie Zugänge und Hilfsmittel entscheidend, um möglichst selbstbestimmt am Leben teilhaben zu können.

Diese Erkrankung hat mich gelehrt, geduldig und einfallsreich zu sein. Sie hat mir ein tiefes Verständnis für die Bedeutung von Barrierefreiheit und Inklusion vermittelt. Der Weg zu einem Restaurant oder einer Veranstaltung kann zur echten Herausforderung werden, wenn Hindernisse wie unebener Boden, fehlende Rampen oder Treppen meinen Weg versperren. Deshalb ist das Bewusstsein für barrierefreie Einrichtungen und die Verfügbarkeit von Unterstützungspersonen so wichtig, um weiterhin Erlebnisse genießen zu können, die für viele Menschen selbstverständlich sind.

Trotz dieser Herausforderungen habe ich gelernt, das Leben in vollen Zügen zu genießen und mich nicht von Barrieren entmutigen zu lassen. Ich habe die Unterstützung von Freunden und Familie zu schätzen gelernt, ebenso wie die barrierefreien Einrichtungen, die – wenn auch langsam – in unserer Gesellschaft immer häufiger zu finden sind.


Ein persönliches Update: Mein Weg seit Oktober 2023

Am 23.10.2023 habe ich hier auf meinem Blog „Leben mit Bethlem“ veröffentlicht, wie mein Alltag damals aussah. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich – trotz der Erkrankung – noch alleine von meiner Wohnung zu meinem Auto laufen, selbst zur Physiotherapie fahren oder in Parks spazieren gehen, wenn ich mich bei einer Begleitung untergehakt habe.

Doch Ende Oktober 2023 veränderte sich vieles: Ich erlitt eine Femurfraktur am Oberschenkel. Diese Verletzung wollte monatelang nicht heilen und ich war lange Zeit ans Liegen gebunden, was meinen Körper zusätzlich geschwächt hat.

Heute, Monate später, sieht mein Alltag anders aus:

  • Innerhalb meiner Wohnung kann ich mich nur noch mit großer Mühe und nicht vollständig ohne Hilfsmittel fortbewegen.
  • Draußen bin ich mittlerweile auf einen Rollstuhl angewiesen, um mobil zu bleiben und trotzdem am Leben teilzuhaben.
  • Selbst einfache Dinge wie der Besuch einer Toilette sind oft eine Herausforderung, da viele Toiletten zu niedrig sind. Für mich bedeutet das eine reale Sturzgefahr – ich könnte „wie eine Kartoffel“ fallen und bin darauf angewiesen, dass mir jemand beim Aufstehen hilft.

Diese neue Realität ist nicht einfach. Aber sie ist Teil meines Weges – und sie zeigt mir noch deutlicher, wie wichtig Barrierefreiheit, Hilfsmittel und Unterstützung in unserer Gesellschaft sind.


Fazit

Die Muskelerkrankung „Bethlem“ mag meinen Körper beeinträchtigen, aber sie hat meine Entschlossenheit gestärkt. Sie hat mich dazu inspiriert, für eine inklusive Welt zu kämpfen, in der jeder Mensch – unabhängig von seinen Einschränkungen – die Möglichkeit hat, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und seine Träume zu verwirklichen.

Barrieren sind da, um überwunden zu werden – manchmal mit Rampen, manchmal mit Hilfsmitteln, und oft mit der Unterstützung von Menschen, die verstehen.


Ein persönlicher Appell an meine Leser*innen

Ich möchte euch von Herzen bitten: Achtet auf Barrierefreiheit, denkt an Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und seht, wie wichtig Unterstützung, Rampen und Hilfsmittel im Alltag sind. Schon kleine Veränderungen – ein höhenverstellbarer Tisch, eine Rampe vor dem Eingang oder ein barrierefreier Weg – können das Leben für uns enorm erleichtern.

Wenn ihr selbst Veranstaltungen, Restaurants oder öffentliche Plätze besucht, nehmt einen Moment, um zu überlegen: Wie zugänglich ist dieser Ort wirklich? Jede Rückmeldung, jede Idee für mehr Inklusion kann helfen, unsere Welt gerechter und zugänglicher zu gestalten.

Teilt gerne eure Erfahrungen oder Geschichten – je mehr wir darüber sprechen, desto mehr Bewusstsein entsteht. Zusammen können wir dafür sorgen, dass Menschen mit Bethlem, Muskeldystrophie oder anderen Mobilitätseinschränkungen selbstbestimmt und sicher am Leben teilnehmen können.

Denn Barrierefreiheit ist kein Extra – sie ist ein Recht. Und Inklusion beginnt mit Aufmerksamkeit, Empathie und kleinen, konkreten Schritten im Alltag.

Le Mix Burger Messanges – Barrierefreier Genuss für Burger-Liebhaber

Mitten im malerischen Küstenort Messanges in Südfrankreich liegt das Le Mix Burger Restaurant – ein moderner Treffpunkt für alle, die kreative Burger lieben. Wer in Messanges Restaurants sucht, die mit stilvollem Ambiente und besonderen Spezialitäten punkten, wird hier fündig.

Schon beim Eintreten fällt die außergewöhnliche Innenausstattung ins Auge: Wände voller Videokassetten, LPs und Musikkassetten sorgen für einen coolen Retro-Vibe, der sich perfekt mit dem modernen Design mischt.
Auf der Speisekarte stehen nicht nur klassische Burger, sondern auch Gemüse-Burger, Spezialkreationen und der berühmte UFO-Burger. Ich wählte einen Hotdog mit frischen Pommes, meine Begleitung einen Hamburger mit Pommes – beide Gerichte waren frisch zubereitet, geschmackvoll und reichlich portioniert.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis liegt im etwas höheren Bereich, wird jedoch durch die Qualität und das Ambiente teilweise ausgeglichen. Der Service war freundlich, aufmerksam und herzlich – genau das, was man sich im Urlaub in Frankreich wünscht.

Barrierefreiheit im Le Mix Burger – Rollstuhlgerecht mit kleinen Einschränkungen Besonders wichtig für mich: die Barrierefreiheit. Direkt vor dem Restaurant konnte ich keine ausgewiesenen Behindertenparkplätze finden. Wir parkten daher auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wo es mehr Stellplätze gibt. Von dort führt ein Kieselsteinweg zur Außenterrasse – hübsch, aber sehr uneben und stellenweise mit Löchern versehen, was Rollstuhlfahrern und Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Zugang erschwert.

Die Terrasse besteht aus Holzpanelen und lädt zum Verweilen ein. Am Eingang befindet sich allerdings eine Kante von rund 4 cm, die für Rollstuhlfahrer ein Hindernis und für schwer gehbehinderte Menschen eine potenzielle Stolperfalle darstellen kann.

Positiv hervorzuheben ist die Toilette, die sich ebenerdig befindet und barrierefrei ist – allerdings nur für schmalere Rollstühle geeignet.

Mein Verbesserungsvorschlag: Ein befestigter Weg vom Bürgersteig zur Terrasse sowie eine kleine Rampe am Eingang würden den Zugang erheblich erleichtern. Auch ein bis zwei Behindertenparkplätze direkt vor dem Restaurant wären ein Pluspunkt für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen.

Fazit:
Das Le Mix Burger Restaurant in Messanges ist ein stilvolles, kreatives und kulinarisch spannendes Ziel für Burger-Fans an der französischen Atlantikküste. Für Rollstuhlfahrer und mobilitätseingeschränkte Gäste ist ein Besuch möglich, allerdings mit kleineren Hindernissen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, wird mit frischen Burgern, freundlichem Service und einem besonderen Ambiente belohnt.

„Frankreichs goldene Riesenwelle: Die Dune du Pilat bei Arcachon“

„Zwischen Kiefern und Ozean erhebt sich Europas größte Wanderdüne – ein goldener Sandriese, der jedes Jahr seine Form verändert und Besucher:innen staunen lässt.“

Von Mimizan aus führte uns unsere Reise weiter nach Arcachon. Während am Atlantik noch blauer Himmel und Sonne herrschten, zogen im Landesinneren immer mehr Wolken auf. Die Landschaft veränderte sich – und plötzlich, wie eine Fata Morgana, tauchte zwischen den Kiefern etwas auf, das eher an eine Wüste oder an Pyramiden erinnerte: gewaltige Sandberge, die sich über den Wald erhoben.

Tatsächlich befand ich mich nicht in Nordafrika, sondern in Frankreich, vor der Dune du Pilat, der größten Wanderdüne Europas. Sie liegt südlich von Arcachon in der Region Nouvelle-Aquitaine, ist rund drei Kilometer lang, bis zu 500 Meter breit und etwa 100 bis 115 Meter hoch. Ständig wird sie vom Wind geformt und wandert Jahr für Jahr ein Stück weiter ins Landesinnere – ein Naturwunder am Atlantik.

Wir fuhren in ein Waldgebiet hinein, dem Beschilderungen zu den Parkplätzen folgten. Meine Begleitung fand schnell eine ausreichend große Parklücke, spezielle Behindertenparkplätze sah ich allerdings nicht. Er holte meinen Rollstuhl aus dem Kofferraum, half mir vom Beifahrersitz hoch und setzte mich hinein. Der Weg zum Besucherzentrum führte zunächst über Waldboden, dann über einen befestigten Pfad.

Am Infozentrum fragte ich nach einer Behindertentoilette. Man bat mich, um das Gebäude herumzufahren, und mein Begleiter kam, um mir den Bereich zu zeigen. Die Toilette befand sich im Gebäude der Frauentoiletten und war sehr klein – mit meinem E-Fix-Rollstuhl ging es gerade so, ein größerer Rollstuhl hätte kaum eine Chance. Rund um das Infozentrum gab es Cafés, Restaurants und Souvenirshops – alles barrierefrei erreichbar, auch eine Behindertentoilette war hier vorhanden.

Von dort aus ging es weiter Richtung Düne. Zunächst war der Weg asphaltiert, später führte er über festgetretenen Waldboden, der stellenweise mit Sand bedeckt war. Und dann lag sie vor mir: ein goldener Sandberg, der zwischen Kiefern und Ozean aufragt, vom Wind geformt, seidig im Sonnenlicht glänzend. Ich konnte mit dem Rollstuhl etwa 50 bis 60 Meter weit in den Wald hinein fahren, doch dann wurde der Untergrund zu schwierig, um näher an die Düne heranzukommen.

Ich blieb neben einer Sitzbank zurück und bat meine Begleitung, die Düne für mich zu besteigen und Fotos zu machen. Von unten sah ich, dass es zwei Möglichkeiten gibt: Entweder direkt durch den Sand hochsteigen oder über eine Holztreppe, die in der Saison aufgebaut ist. Mein Begleiter war tief beeindruckt – von der Weite, dem Blick aufs Meer und der schieren Größe der Düne. Für ihn war es ein faszinierendes Erlebnis.

Auch wenn ich selbst die Spitze nicht erreichen konnte, war schon der Besuch am Fuß der Düne ein besonderes Erlebnis. Der Park kostete sieben Euro Parkgebühr und bietet – zumindest rund ums Besucherzentrum – gute Infrastruktur. Doch wer mit dem Rollstuhl wirklich nah an die Düne heran möchte, sollte sich auf sandige Wege einstellen und eventuell eine Begleitung dabei haben, die Fotos und Eindrücke mit nach unten bringt.

So blieb für mich ein Nachmittag voller Natur, Meeresluft und der Gewissheit, dass Europa Orte hat, die so abenteuerlich aussehen wie eine Wüste – nur eben am Atlantik.


🌿 Hinweis zur Barrierefreiheit (Stand: 2025)

Der Bereich rund um das Besucherzentrum der Dune du Pilat ist offiziell als „Tourisme & Handicap“ zertifiziert und somit für verschiedene Behinderungsarten geeignet (motorisch, geistig, visuell, auditiv). Es gibt ausgewiesene Behindertenparkplätze in der Nähe des Eingangs sowie barrierefreie Sanitäranlagen im Empfangsbereich. Auch Cafés, Souvenirshops und Restaurants sind dort gut zugänglich. Der Weg zum Fuß der Düne ist befestigt, der letzte Abschnitt jedoch sandig und für Rollstühle schwierig bis nicht befahrbar. Wer die Aussicht genießen möchte, kann seine Begleitung bitten, die Treppe zur Düne zu nutzen oder Fotos von oben mitzubringen.

🌿 Mein Wunsch: Mehr Barrierefreiheit an der Dune du Pilat

So eindrucksvoll der Besuch an der Dune du Pilat auch war – für Menschen mit Handicap endet der Weg leider viel zu früh. Schon wenige Meter hinter dem Besucherzentrum wird der Untergrund zu sandig und unwegsam, sodass Rollstuhlfahrer:innen nicht einmal in die Nähe des Dünenfußes gelangen.

Dabei wäre es durchaus möglich, das Naturerlebnis barrierefreier zu gestalten, ohne das empfindliche Ökosystem zu gefährden. Denkbar wären zum Beispiel eine barrierefreie Aussichtsplattform am Fuß der Düne, mobile Matten oder ein Holzsteg als festerer Wegabschnitt oder geländegängige Leih-Rollstühle, wie sie an vielen Stränden schon erfolgreich eingesetzt werden. Auch geführte Touren mit geschulten Begleiter:innen oder eine virtuelle 360°-Ansicht der Düne im Besucherzentrum könnten helfen, allen Gästen ein echtes Erlebnis zu ermöglichen.

So könnten noch mehr Menschen – unabhängig von körperlichen Einschränkungen – die Faszination dieses Naturwunders erleben und die Aussicht genießen.

DeinGuide – Exklusive Reiseassistenz für Menschen mit Handicap

Auf der Rehacare am 19.09.2025 hatte ich ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit einer sehr netten Mitarbeiterin am Stand von DeinGuide – Exklusive Reisen / Ihre Reiseassistenz aus Frankfurt am Main. Ich war beeindruckt, wie präzise und einfühlsam ihr Angebot ist – und möchte es euch hier vorstellen, denn ich finde, es ist eine echte Hilfe für viele, die verreisen möchten, aber Begleitung oder Pflege benötigen.

Was ist DeinGuide?

DeinGuide ist ein Unternehmen, das sich auf Reiseassistenz für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, Senioren und Menschen mit Sehbehinderung spezialisiert hat. Sie bieten Begleitung, Unterstützung und Assistenz bei Reisen, Städtetrips, Veranstaltungen oder auch familiären Anlässen an.

Für wen und was genau?

  • Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung, Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung, Senioren – ganz nach Bedarf. (
  • Ob Städtetrips in Deutschland oder Reisen ins europäische Ausland – DeinGuide bietet Assistenz sowohl bei ausgefallen Plänen als auch bei normalen Urlauben.
  • Auch für besondere Events wie Konzerte, Musicals oder Familienfeiern wird Assistenz angeboten – also nicht nur Ferienurlaub.

Leistungen & Service

Hier sind die Dinge, die DeinGuide alles anbietet und die ich besonders wichtig finde:

  • Planung & Buchung: DeinGuide unterstützt schon bei der Planung der Reise – Auswahl des Hotels, Transport etc.
  • Reisebegleitung vor Ort: Während der Reise steht Assistenz zur Verfügung, um im Alltag zu helfen und dafür zu sorgen, dass alles möglichst reibungslos funktioniert – z. B. Unterstützung beim Einstieg, Mobilität etc.
  • Anträge und Kostenübernahme: DeinGuide hilft auch dabei, wenn nötig Anträge an Kostenträger zu stellen, z. B. Pflegekasse oder anderen Stellen, damit Reisekosten oder Assistenz finanziell unterstützt werden können.
  • Kennenlernangebot: Es gibt derzeit ein Kennenlern-Angebot: Wenn man eine Reiseassistenz für mindestens 10 Tage bucht, wird z. B. ein Teil der Flug- oder Bahnkosten erstattet – bis zu einem Höchstbetrag.

Warum DeinGuide besonders ist

Aus meiner Sicht hebt sich DeinGuide in mehreren Punkten hervor:

  1. Maßgeschneiderte Assistenz
    Nicht „ein Angebot für alle“, sondern Assistenz nach individuellem Bedarf – ob Sehbehinderung, Mobilitätseinschränkung oder Seniorenwünsche.
  2. Unterstützung bei Bürokratie und Finanzierung
    Viele wissen nicht, ob und wie sie Reiseassistenz finanziert bekommen können. DeinGuide hilft aktiv beim Prozess, damit Reisende nicht allein vor Formularen und Kostenträgern stehen.
  3. Breites Leistungsspektrum
    Von Alltagshilfe bis Begleitung bei Events, von Hotelsuche bis Transport – nicht nur „Urlaub“, sondern ganzheitliche Unterstützung.
  4. Erst-/Kennenlernangebot
    Das Angebot, zumindest für einen Teil der Reisekosten (Flug / Bahn) bei längeren Buchungen, finde ich sehr attraktiv – das senkt die Einstiegshürde.

Was man vorher klären sollte

Damit dein Urlaub oder deine Reiseassistenz mit DeinGuide optimal funktioniert, empfehle ich, vorab diese Fragen zu klären:

  • Wie groß ist dein Assistenzbedarf (Mobilität, Pflege, Begleitung etc.)?
  • Wie sind die Anreisebedingungen und wie gelangst du vom Bahnhof / Flughafen zum Hotel / zum Veranstaltungsort?
  • Welche Kosten übernimmt DeinGuide – und was muss ggf. durch den Reisenden selbst getragen werden?
  • Welche Qualifikationen haben die Assistenzkräfte – sind sie z. B. in Pflege geschult?
  • Wie sieht es mit barrierefreien Unterkünften, Transportmitteln und Hilfsmitteln vor Ort aus?

Mein persönlicher Eindruck

Ich war wirklich bewegt, als ich von ihrem Angebot hörte. Gerade weil ich selbst oft erlebt habe, wie schwer es ist, eine verlässliche Begleitung oder Assistenz zu finden – und wie oft geplant „barrierefrei“ nicht wirklich barrierefrei ist. DeinGuide zeigt, dass es anders geht: mit Vorbereitung, mit Unterstützung und mit dem festen Willen, dass Menschen mit Handicap reisen sollen, ohne unnötige Hürden.


Wenn ihr also auf der Suche danach seid, eine Reiseassistenz zu finden – sei es für Urlaub, Wochenenden, Events oder einfach eine Begleitung bei nötigen Wegen – dann schaut euch DeinGuide unbedingt an:

➡️ Webseite: www.dein-guide.com
✉️ Kontakt: info@dein-guide.com

(Hinweis: Ich stelle DeinGuide hier als persönlichen Tipp vor – ich wurde nicht dafür beauftragt, sondern finde das Angebot aus eigener Überzeugung sehr unterstützenswert.)

Ein Zwischenstopp in Mimizan – Barrierefreiheit zwischen Fluss und Meer

Am vierten Tag meiner Atlantiktour erreichten wir Mimizan gegen 14.00 Uhr – einen Ort, den ich ursprünglich schon für Ende Mai/Anfang Juni gebucht hatte, meine Reise jedoch wegen einer Operation verschieben musste. Natürlich war ich gespannt: Wie würde es hier sein, verglichen mit unseren bisherigen Lieblingsorten?

In der Nähe fanden wir zwei Behindertenparkplätze in der Avenue de la Jetée, ganz in Strandnähe. Von dort ging es mit dem Rollstuhl über die Brücke „Boulevard des Pêcheurs“, teils aus Holz, teils asphaltiert. Unter mir glitzerte der Courant de Mimizan, der Küstenfluss, der hier in den Atlantik mündet. Ein faszinierender Ort, der sich mit den Gezeiten verändert – mal ruhig und sanft, mal kraftvoll.

Der Strand selbst ist gut ausgestattet: öffentliche Toiletten, Erste-Hilfe-Station und sogar eine Strandmatte für mobilitätseingeschränkte Besucher sowie spezielle Geräte. Allerdings führen fast überall Treppen hinunter zum Sand. Nur am Plage de la Garluche gibt es eine Assistenz, eine Rampe mit 5 % Gefälle, einen befestigten Strandzugang und sogar zwei Baderollstühle – eine echte Erleichterung. Bei 23 Grad spazierten (und fuhren) wir entlang der Strandpromenade. Diese wechselte zwischen Holzstegen an den Strandzugängen und Asphaltwegen – flankiert von Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants, Cafés und kleinen Geschäften. Hier pulsiert das Leben, eine typische Strandpromenade: ich denke, wir befanden uns am Mimizan Plage.

Mein persönliches Fazit

So praktisch und lebendig Mimizan auch ist, mein Herz schlägt dennoch stärker für unsere Ferienwohnung in Linxe und den Strandabschnitt Plage des Sablères. Dort ist es wilder, ruhiger, natürlicher – weniger Häuser, weniger Geräuschkulisse. Für mich ist das genau die Art von Strand, die mir Freiheit und Weite schenkt.

Restaurant-Tipp in Léon – Le Pignon am Marktplatz

Barrierefrei essen mit Blick auf die Kirche

Am 28.07.2025, nach unserem Strandtag am Plage des Sablères, fuhren wir über Léon, um dort den Abend ausklingen zu lassen. Wir parkten in der Nähe der Kirche, ich legte meinen Behindertenparkausweis ins Auto und rollte mit meinem Rollstuhl über den gemütlichen Marktplatz – direkt zum Restaurant Le Pignon (1 Avenue de l’Océan, 40550 Léon, Frankreich).

Terrasse & Eingang

Das Restaurant empfängt seine Gäste mit einer großen Außenterrasse unter Sonnenschirmen. Links gibt es zwar zwei Stufen, doch von vorne ist der Zugang barrierefrei und rollstuhlgerecht.
Mein Begleiter stellte einen Stuhl zur Seite, sodass ich bequem mit meinem Rollstuhl direkt an den Tisch kam – mit einem wirklich schönen Blick auf den Marktplatz und die Kirche.

Auch der Eingang ins Restaurant ist ebenerdig. Die Toilette befindet sich ebenfalls auf dieser Ebene. Sie ist für kleinere Rollstühle nutzbar – für sehr große Modelle könnte es eng werden.

Speisen & Getränke

Die Auswahl reicht von frischen Muscheln über verschiedene Pizzen bis hin zu kühlem Bier vom Fass. Ich entschied mich für eine Pizza Indienne mit Curry, Hähnchenbruststücke und Crème fraîche – dazu ein Glas Bier (0,4 l).
Mein Fazit: lecker, bezahlbar und mit freundlichem Service. 🍕🍺

Kleine Kritik

Wer mich kennt, weiß: ich finde auch kleine Dinge, die man besser machen könnte. 😉
Die große Terrasse hätte noch mehr Wohlfühlcharakter, wenn sie mit Blumen, Pflanzen und etwas Dekoration liebevoller gestaltet wäre. Das würde die ohnehin schon schöne Atmosphäre noch verstärken.

Mein Fazit

Das Le Pignon in Léon ist ein schöner Ort für einen entspannten Abend:

  • Barrierefreier Zugang über die Terrasse
  • Freundlicher Service & leckeres Essen
  • Toller Blick auf den Marktplatz

✨ Ein empfehlenswerter Stopp, wenn man in Léon unterwegs ist! ✨

Plage des Sablères – der wilde Strand von Vieux-Boucau

Mein Lieblingsstrand an der Côte Landesaise, Atlantikküste

Am 28.07.2025 führte uns der Weg zum Plage des Sablères, auch bekannt als der „wilde Strand von Vieux-Boucau“. Seinen Namen trägt er wegen seiner unberührten Natur, der mächtigen Dünen und der oft etwas raueren Atlantik-Brandung, die ihm eine ganz besondere, ursprüngliche Atmosphäre verleihen. Genau das macht ihn so einzigartig!

Schon an diesem Vortag war klar: Das ist mein Favorit. Kein anderer Strandabschnitt hat mich so begeistert – und deshalb kehrten wir am 30.07., 31.07. und 01.08. immer wieder hierher zurück.

Lage & Atmosphäre

Der 1 km lange Strand zählt zu den schönsten an der Côte Landesaise. Nur etwa 500 Meter vom Stadtzentrum Vieux-Boucau entfernt, fühlt man sich hier dennoch wie in einer anderen Welt. Sobald man die Düne überquert, eröffnet sich ein atemberaubendes Panorama: endloser Sand, wilder Atlantik, Wind in den Haaren und eine Freiheit, die man fast spüren kann.

Anfahrt & Parken

Es gibt reichlich Parkplätze, darunter auch Behindertenparkplätze. Kostenlose Parkmöglichkeiten befinden sich ca. 200 Meter vom Strand entfernt.

Barrierefreiheit & Zugang

Der Zugang erfordert etwas Abenteuerlust:

  • Zunächst ein asphaltierter Anstieg, teilweise mit Sand bedeckt – hier driftet der Rollstuhl leicht ab, also besser mit Begleitung.
  • Danach eine steilere Passage über die Düne. Oben wird der Asphalt schräg – ein Gefühl, als könnte der Rollstuhl kippen.
  • Bergab bleibt es erst asphaltiert, bevor eine lange, breite Strandmatte folgt. Damit kommt man gut zum Strand, auch wenn sich die Matte durch die vielen Fußgänger:innen verschiebt. Kleine Erhebungen sind dann wie Stufen – mein Tipp: ein kräftiger Begleiter ist Gold wert.

Mein einziger Kritikpunkt: Die Matte sollte regelmäßig neu verlegt werden.

Aufenthalt am Strand

Und dann – endlich am Ziel! Direkt vor einem kleinen Holzzaun auf einer Anhöhe machten wir es uns gemütlich. Raus aus dem Rollstuhl, auf meine klappbare Liege, Handtuch ausgebreitet – und schon wärmten die Sonnenstrahlen meinen Körper. 🌞

Der Morgen war ruhig, fast magisch. Nur wenige Menschen, das Meer rauschte, und ich fühlte mich vollkommen frei. Im Laufe des Tages wurde das Wetter immer schöner, bis zu 26 Grad mit einem angenehmen, leichten Wind. Gegen Nachmittag füllte sich der Strand, die Stimmung wurde lebendig, ohne laut zu sein. Genau diese Mischung aus Ruhe und Leben macht den Plage des Sablères für mich so besonders.

Infrastruktur

Direkt am Strand gibt es keine Toiletten oder Duschen. Eine Toilette befindet sich beim Rettungshaus. Für mich kein Problem – ich habe meine kleine Pappbecher-Technik. 😉

Mein Fazit

Der Plage des Sablères ist für mich der Inbegriff eines wilden, ursprünglichen Atlantikstrandes. Nicht alles ist perfekt barrierefrei, aber mit Unterstützung ist er erreichbar – und die Belohnung ist großartig: Freiheit, Weite, Natur pur und ein unglaubliches Gefühl von Glück.

Mein Lieblingsstrand an der Côte Landesaise. Atlantikküste – hier habe ich mich am allerwohlsten gefühlt!

Plage de Messanges – viel Natur, wenig Barrierefreiheit

Mein Besuch am Strand von Messanges (40660 Frankreich)

Bei leichtem Regen habe ich den Plage de Messanges besucht. Der Strand liegt wunderschön an der Atlantikküste, eingerahmt von Dünen und weiten Sandflächen. Schon bei der Ankunft spürt man die besondere Atmosphäre aus Natur, Meer und unendlicher Weite.

Anfahrt & Parken

Vor der Düne befinden sich zahlreiche Parkplätze, darunter auf der rechten Seite acht ausgewiesene Behindertenparkplätze. Eine Schranke verhindert, dass Autos die Düne hinauffahren. Das wirkte auf den ersten Blick sehr durchdacht.

Barrierefreiheit vor Ort

Der Weg zur Düne ist asphaltiert, allerdings stellenweise mit Sand bedeckt. Mit meinem Rollstuhl Efix war das Fahren dadurch schwierig – er rutschte weg, sodass eine Begleitperson notwendig war, um sicher hoch- und runterzukommen.

Oben angekommen findet man Toiletten (inklusive Behindertentoilette), eine kleine Imbissmöglichkeit sowie die Rettungswache.

Von hier führen zwei Holzstege den Hang hinunter: einer für den Hinweg, einer für den Rückweg. Leider folgt nach einem Knick ein Abschnitt mit Stufen – und damit endet die Barrierefreiheit abrupt.

Gespräch mit dem Bademeister

Der Bademeister erklärte mir auf Englisch, dass er mich mit einem Strandmobilfahrzeug entlang der Düne und über einen Umweg zum Strand bringen könne. Eine nette Hilfsbereitschaft – für mich aber kein Ersatz für eine wirklich barrierefreie Lösung.

Atmosphäre & Freizeit

Trotz dieser Einschränkungen strahlt der Plage de Messanges viel natürlichen Charme aus. Die Dünenlandschaft ist eindrucksvoll, und bei Sonnenschein lockt die Weite des Atlantiks sicher noch mehr Besucher:innen an.

Mein Fazit

Der Plage de Messanges bietet auf den ersten Blick gute Voraussetzungen durch viele Behindertenparkplätze und sanitäre Anlagen. Doch in der Praxis ist er für Rollstuhlfahrer nicht barrierefrei nutzbar, da die Holzstege in Stufen enden und der Zugang nur mit Hilfe oder Umwegen möglich ist.

Für Rollstuhlfahrer ist dieser Strand daher keine Empfehlung.
Die Naturkulisse und die Größe des Strandes bleiben jedoch beeindruckend – ein Ort, den sicher viele Menschen genießen können, auch wenn er für mich nicht geeignet war. 🌊

Sonne, Meer und Barrierefreiheit am Plage de Moliets

Rollstuhlgerecht entspannen in Moliets-et-Maa, Frankreich

Der Plage de Moliets in 40660 Moliets-et-Maa, Frankreich, gehört zu den größten und beeindruckendsten Stränden an der Atlantikküste. Hier erwartet euch ein kilometerlanger, feiner Sandstrand, wilde Natur und zugleich eine lebendige Strandpromenade mit französischem Flair.

An diesem Tag war es leider kein Strandwetter und wir schauten uns an der Küste nach barrierefreien Abschnitten um.

Schon die Anfahrt ist praktisch: Über die Avenue de l’Océan gelangt man direkt nach oben, wo drei Behindertenparkplätze zur Verfügung stehen. Von dort führt ein asphaltierter Weg bis zum Strand, danach folgt eine sehr lange, stabile Matte, die ausgelegt ist. So ist der Zugang für Rollstühle erleichtert.

Barrierefreiheit am Strand

Besonders positiv: Vor Ort gibt es einen Strand- und Baderollstuhl (Amphibienrollstuhl). Für den direkten Zugang zum Meer wird allerdings eine Begleitung empfohlen, da der Weg leicht abschüssig ist.

Die Straßenübergänge rund um die Promenade sind barrierefrei, und in der Mitte verläuft ein schön angelegter kleiner Park, der zum Spazieren einlädt.

Öffentliche Toiletten sind vorhanden – allerdings war die Behindertentoilette verschlossen, und sie ließ sich auch mit dem Euroschlüssel nicht öffnen.

Atmosphäre & Freizeit Wer nach mehr als Sonne und Meer sucht, wird am Plage de Moliets ebenfalls glücklich: Direkt am Strand findet ihr Restaurants, Bars und kleine Geschäfte.

Dazu gibt es Surfshops, Boutiquen und gemütliche Cafés, die französischen Charme mit einem internationalen Surf-Flair verbinden.

Mein Fazit

Der Plage de Moliets ist ein wunderschöner Naturstrand mit tollem barrierefreien Zugang über die Strandmatte und praktischen Parkmöglichkeiten. Für mich war es ein besonders eindrucksvolles Erlebnis, weil hier Natur, Strandfeeling und Barrierefreiheit so schön zusammenkommen. 🌊☀️♿