„Barrierefreier Zauber: Mein Besuch der Landesgartenschau Höxter auf Schloss Corvey“

Ein Besuch der Landesgartenschau Höxter auf Schloss Corvey war für mich ein barrierefreies Erlebnis voller bezaubernder Eindrücke.

Gleich zu Beginn beeindruckten mich die gut zugänglichen Behindertenparkplätze, die sich direkt gegenüber vom Schloss befanden. Der kurze Kieselweg bis zur Straße war leicht zu bewältigen, und die Straßenüberquerung führte mich zum geteerten Weg, der zum Schlosseingang führte. Hier fand ich einen gut betonierten Vorgartenweg, der meine Fortbewegung erleichterte.

Links von mir befand sich ein charmantes Café, während sich rechts die Informationsbüros und die Kassen für geführte Touren sowie barrierefreie Toiletten befanden. Die Anwesenheit dieser Annehmlichkeiten sorgte für eine angenehme und sorglose Erfahrung.

Das Durchqueren des Schlossinnenhofs bot einen einzigartigen Anblick, obwohl das Kopfsteinpflaster möglicherweise für einige gehbehinderte Personen eine Herausforderung darstellen könnte. Für Rollstühle hingegen war es in Ordnung, während es für Rollatoren etwas anspruchsvoller sein könnte.

Hinter dem Schloss befand sich die Kasse, wo Rollstühle und Bollerwagen zur Miete zur Verfügung standen.

Die Tatsache, dass Begleitpersonen kostenlosen Eintritt erhielten, war eine erfreuliche Geste. Das Ticket für Menschen mit Behinderungen kostete 17,50 Euro und öffnete mir die Tür zu einer Vielzahl atemberaubender Erlebnisse.

Im gesamten Areal der Landesgartenschau stieß ich auf bequeme Kieselwege, die die Fortbewegung erleichterten. Selbst hinten im Gelände waren barrierefreie Toiletten über eine Rampe erreichbar, was für zusätzlichen Komfort sorgte.

Alles in allem war mein Besuch der Landesgartenschau Höxter auf Schloss Corvey eine bereichernde Erfahrung, die mir zeigte, dass barrierefreie Zugänge und Einrichtungen dazu beitragen können, die Schönheit und den Zauber solcher Orte für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich zu machen.

– Barrierefreie Zugänge
– Behindertenparkplätze vorhanden
– kostenloser Eintritt für Begleitpersonen
– Behindertentoiletten vorhanden

Plage du Saussaye: Eine Naturschönheit mit Herausforderungen für Menschen mit Handicap“

In der malerischen Bucht Plage du Saussaye, gelegen an einem idyllischen Ort, gibt es ein paar Aspekte zu beachten, die insbesondere für Menschen mit Handicap eine Herausforderung darstellen könnten. Dieses kleine Paradies befindet sich an der Küste, in der Nähe des charmanten Örtchens Cancale und es strahlt zweifellos eine einzigartige Schönheit aus.

Leider gestaltet sich das Parken am Straßenrand entlang dieser Bucht schwierig, da es hier keine speziell ausgewiesenen Behindertenparkplätze gibt. Dies kann für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu einer echten Hürde werden. Ebenso fehlen Behindertentoiletten vor Ort, was den Komfort für Besucher mit Handicap beeinträchtigen kann.

Ein weiterer Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt, ist die Tatsache, dass dieser Strand nicht über eine Rettungsschwimmerstation verfügt. Dies bedeutet, dass Besucher ohne Bewachung und Sicherheitspersonal auskommen müssen, was möglicherweise Unbehagen oder Unsicherheit verursachen kann.

Der Zugang zum Strand erfolgt über einen schmalen Trampelpfad, der sich als beschwerlich und zeitaufwendig erweisen kann, insbesondere für Menschen, die auf Rollstühle oder Gehhilfen angewiesen sind. Dies kann die Erfahrung am Strand erheblich beeinträchtigen.

Trotz dieser Herausforderungen ist die Bucht von Saussaye zweifellos ein wunderschöner Ort, der mit seiner natürlichen Schönheit und dem klaren Wasser verzaubert. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass er leider nicht barrierefrei gestaltet ist und daher für Menschen mit Handicap nur schwer zugänglich ist. In Anbetracht dessen habe ich meinen Blog ins Leben gerufen, um immer wieder aufzuzeigen, wie wichtig es ist, die Inklusion zu verbessern und Barrieren abzubauen, damit solche paradiesischen Orte für alle zugänglich werden können.

– keine Behindertenparkplätze
– keine Behindertentoilette
– nicht bewachter Strand
– nicht geeignet für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer

Mein Weg: Reisen, Genießen und Barrieren überwinden – Trotz Handicap“

Aufgrund meiner Erkrankung nimmt die Planung von Reisen, Restaurantbesuchen, Veranstaltungen und anderen Aktivitäten einen ganz besonderen Stellenwert in meinem Leben ein und stellt eine einzigartige Herausforderung dar.

Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen Vorfreude und der akribischen Planung, die erforderlich ist, um sicherzustellen, dass mein Erlebnis so reibungslos wie möglich verläuft.

Ein erster Schritt in meiner Planung ist immer die Suche nach einem geeigneten Behindertenparkplatz in der Nähe des Zielorts. Das mag für viele selbstverständlich erscheinen, aber für mich ist es oft der entscheidende Faktor, ob ich überhaupt an einem Ort teilnehmen kann. Ohne einen solchen Parkplatz kann der Zugang zu einem Restaurant, einer Veranstaltung oder einem Hotel nahezu unmöglich sein.

Selbst wenn ich einen Parkplatz finde, muss ich ständig mit Barrieren rechnen. Ob es Treppenstufen sind, schmale Türen oder fehlende Rampen – Barrieren sind allgegenwärtig. Dies bedeutet, dass die Auswahl von Reisezielen, Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen und Veranstaltungen für mich eingeschränkter ist. Ich muss oft im Voraus recherchieren und sicherstellen, dass die Orte, die ich besuchen möchte, behindertengerecht sind.

Manchmal kann ich mich nicht auf Spontanität verlassen, wie es viele Menschen ohne Behinderung tun können.

Stattdessen muss ich auf die Freundlichkeit und Unterstützung von Fremden hoffen, die mir bei Hindernissen helfen. Das kann entweder eine herzerwärmende Erfahrung sein oder mich in eine sehr unangenehme Lage bringen, wenn niemand bereit ist zu helfen.

In vielen Fällen habe ich eine Begleitperson an meiner Seite, um mir zu helfen. Diese Person ist nicht nur für moralische Unterstützung da, sondern auch, um bei der Bewältigung von Barrieren zu assistieren. Ihre Anwesenheit ermöglicht es mir, einige Aktivitäten zu genießen, die ich alleine nicht bewältigen könnte.

Die Planung von Aktivitäten erfordert von mir auch, mehr Zeit einzuplanen. Barrieren können unerwartet auftreten und erfordern zusätzlichen Zeitaufwand. Ein spontaner Ausflug ist oft nicht möglich, da die Vorbereitung und die Gewissheit, dass der Ort zugänglich ist, im Vordergrund stehen.
Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass ich oft weniger trinke, wenn ich unterwegs bin, weil viele Orte keine barrierefreien Behindertentoiletten haben. Das bedeutet, dass ich mich einschränke, um unangenehme Situationen zu vermeiden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Planen von Reisen, Restaurantbesuchen, Veranstaltungen und anderen Aktivitäten für mich mit vielen Herausforderungen verbunden ist.

Trotzdem versuche ich, das Beste aus jeder Situation zu machen und mein Leben in vollen Zügen zu genießen, auch wenn das manchmal bedeutet, dass ich mehr im Voraus planen muss als andere.

Deshalb habe ich einen Blog ins Leben gerufen, um immer wieder aufzuzeigen, wie wichtig es ist, die Inklusion zu verbessern und Barrieren abzubauen.

Genussvolle Herausforderung: Barrierefreiheit und Gaumenfreuden im Restaurant „I Quattro Canti“ in Rennes, Bretagne

Rennes, die charmante Hauptstadt der Bretagne, beeindruckt mit einer gelungenen Kombination aus Geschichte und Moderne. Die Stadt ist stolz auf ihre barrierefreien Initiativen und bietet ausgewiesene Behindertenparkplätze in der Nähe der beeindruckenden Kathedrale Saint-Pierre.

Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass das Stadtzentrum von Rennes mit Kopfsteinpflasterstraßen gepflastert ist, was für Menschen mit Gehbehinderungen eine Herausforderung darstellen kann. Hier ist eine Begleitung ratsam, um die Gefahr von Stürzen zu minimieren.

Vor dem Restaurant gibt es zusätzlich eine Stufe, um den Bürgersteig zu erreichen, und draußen auf dem Bürgersteig befinden sich Stühle und Tische.

Das Restaurant „I Quattro Canti“ in Rennes ist zwar klein und sauber, aber auch hier gibt es eine Stufe, um hineinzugelangen. Die Küche und die Toiletten befinden sich auf einer höheren Ebene, was für Menschen im Rollstuhl oder mit außergewöhnlichen Gehbehinderungen problematisch ist.  

Obwohl Rennes barrierefreie Initiativen unternimmt, ist es ratsam, im Voraus Informationen über die Zugänglichkeit von bestimmten Orten zu erhalten, um einen reibungslosen Besuch zu gewährleisten.

Trotz der zugänglichen Herausforderungen war unser Besuch im Restaurant „I Quattro Canti“ in Rennes dennoch sehr angenehm. Die Gerichte waren ausgesprochen lecker, und das Personal war äußerst freundlich und aufmerksam, was unseren Aufenthalt zu einem genussvollen Erlebnis machte.

– Nähe ausgewiesene Behindertenparkplätze
– Stufe zum Restaurant
– Toiletten im ersten Stock

„Cancale: Zwischen Geschichte und Herausforderungen – Ein barrierefreier Blick auf die Bretagne“

Cancale, eine malerische Stadt an der Küste der Bretagne, hat eine lange Geschichte, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Sie liegt an der bezaubernden Bucht von Cancale, deren unvergleichliche Schönheit über die Jahrhunderte hinweg Menschen begeistert hat.

Der Dorfplatz von Cancale ist ein wahrer Blickfang, mit historischen Gebäuden, gemütlichen Cafés und einem lebhaften Treiben. Die örtliche Kirche, obwohl von beeindruckender Architektur, hat jedoch einige Stufen, die den Zugang für Rollstuhlfahrer erschweren. Dies stellt eine Herausforderung für Menschen mit Handicap dar, da sie leider nicht in der Lage sind, die Kirche zu besichtigen.

Entlang der Bucht von Cancale erstreckt sich eine wunderschöne Strandpromenade. Hier hat die Stadt einige ausgewiesene Autostellplätze für Behinderte eingerichtet, um die Barrierefreiheit zu fördern. Eine bemerkenswerte betonierte Rampe führt schräg hinunter zum feinen Sandstrand, sodass Rollstuhlfahrer bis ans Wasser gelangen können. Diese Initiative trägt dazu bei, dass Menschen mit Handicap die atemberaubende Schönheit der Bucht von Cancale in vollen Zügen genießen können.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass dieser Strandabschnitt nicht bewacht ist, was bedeutet, dass es keine Rettungsschwimmer gibt. Zudem stehen keine Wasserrollstühle zur Verfügung, um Menschen mit Handicap den Zugang zum Meer zu erleichtern, und es gibt auch keine speziellen Behindertentoiletten in unmittelbarer Nähe des Strandes. Es ist ratsam, sich auf diese Gegebenheiten vorzubereiten und geeignete Vorkehrungen zu treffen, um einen angenehmen Aufenthalt in Cancale zu gewährleisten. Trotz dieser Herausforderungen bietet die Schönheit der Bucht von Cancale immer noch unvergessliche Momente und einen unvergleichlichen Blick auf das Meer.

– Behindertenparkplätze vorhanden
– kein bewachter Strandabschnitt
– Keine Wasserrollstühle
– Keine Behindertentoilette

Le Cordon des Druides – Druidenlinie im Wald von Fougères

Oh, wie aufregend es ist, über die wunderbare Welt der Barrierefreiheit und die herrliche Aussicht auf das rollstuhlgerechte Paradies zu sprechen! 🌟 In der bezaubernden Bretagne gibt es eine atemberaubende Sehenswürdigkeit, die dein Herz höher schlagen lässt – der fabelhafte Druidenwald! Diese 300 Meter lange bretonische Steinreihe aus Quarzitblöcken liegt im Wald von Fougères der Bretagne.🌳

Mit einem Anflug von Abenteuerlust im Blick und dem Rauschen der Blätter im Ohr, führt dich eine malerische Autofahrt direkt in die Nähe dieses sagenumwobenen Waldes. Die Natur umarmt dich, während du die sanfte Brise auf deiner Haut spürst, und schon bald fühlst du den Zauber des Ortes in jeder Faser deines Seins.

Doch sei gewarnt, der Waldboden, von dem man sagt, er sei uneben wie ein melodischer Reim und die Wurzeln, die herausragen wie neugierige Geschichtenerzähler, können das Fortbewegen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität herausfordernd gestalten. Die Herausforderung des Geländes kann jedoch mit einer klugen Planung und eventuell unterstützenden Hilfsmitteln gemeistert werden, um dir ein unvergessliches Erlebnis zu ermöglichen. 🍃

Inmitten dieser Naturpracht findest du eine wundervolle Sitzbank, die wie eine Oase der Entspannung wirkt. Hier kannst du verweilen, den Klang der Vögel genießen und vielleicht sogar dem leisen Murmeln des nahen Baches lauschen. Diese Bank ist nicht nur ein Ort zum Ausruhen, sondern auch eine Plattform für Träume, Gedanken und Erinnerungen.

Und was den Druidenwald betrifft – er ist ein Ort, an dem sich Magie und Geschichte in perfekter Harmonie vereinen. Die uralten Bäume flüstern Geschichten aus längst vergangenen Zeiten, während das Sonnenlicht durch die Blätter bricht und den Boden mit einem Mosaik aus Licht und Schatten überzieht. Dieser mystische Ort lässt dich die Verbindung zur Natur in jedem Atemzug spüren und erinnert dich daran, wie wichtig es ist, die Schönheit unseres Planeten zu bewahren.

In diesem Sinne lade ich dich ein, die Welt der Barrierefreiheit im Einklang mit der Natur zu entdecken, sei es durch sorgfältige Planung oder innovative Lösungen, die es Menschen mit unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen ermöglichen, die Schönheit des Druidenwaldes zu erleben. Tauche ein in den Zauber des Waldes und erlebe die unvergleichliche Freiheit, die die Natur bieten kann. 🌿🛤️


– sehr schwer für Gebehinderte und Rollstuhlfahrer zu meistern

Barrierearm – Barrierefrei – Rollstuhlgerecht



Mein Vorwort:

In den vergangenen Jahren hat Deutschland bedeutende Fortschritte in der Förderung der Zugänglichkeit und Inklusion von Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Fähigkeiten erzielt. Dennoch bleibt die Gewährleistung einer umfassenden Barrierefreiheit und Inklusion eine anhaltende Aufgabe, die weiterhin intensive Bemühungen erfordert. Obwohl die Begriffe „barrierearm“, „barrierefrei“ und „rollstuhlgerecht“ bereits in den Fokus gerückt sind, gibt es immer noch viele Bereiche, in denen Deutschland seine Anstrengungen intensivieren muss, um eine wirklich inklusive Gesellschaft zu schaffen.

Der folgende Text erläutert die Unterschiede zwischen diesen Begriffen und betont die Bedeutung, die sie für Menschen mit Behinderungen haben. Er beleuchtet auch, wie trotz der bisherigen Fortschritte noch viel zu tun bleibt, um sicherzustellen, dass alle Menschen in Deutschland gleichberechtigt und ohne Hindernisse am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind vielschichtig und erfordern eine enge Zusammenarbeit von Regierungsstellen, Unternehmen, Städteplanern und der Gesellschaft insgesamt.

Es ist wichtig zu erkennen, dass Barrierefreiheit und Inklusion nicht nur rechtliche Verpflichtungen sind, sondern auch moralische und ethische Grundsätze, die das Fundament einer gerechten und vielfältigen Gesellschaft bilden. Dieses Vorwort lädt dazu ein, einen kritischen Blick auf den aktuellen Stand der Zugänglichkeit in Deutschland zu werfen und gleichzeitig zu inspirieren, weitere Schritte zu unternehmen, um eine Gesellschaft zu gestalten, die für alle ihre Mitglieder uneingeschränkt zugänglich ist. Es ermutigt dazu, sich gemeinsam für eine Zukunft einzusetzen, in der Barrieren abgebaut sind und inklusive Räume und Einrichtungen zur Norm werden.

„Barrierearm“, „barrierefrei“ und „rollstuhlgerecht“ sind Begriffe, die im Kontext der Gestaltung von Gebäuden, öffentlichen Räumen, Verkehrsmitteln und anderen Einrichtungen verwendet werden, um die Zugänglichkeit für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen zu beschreiben. Hier sind die Unterschiede zwischen diesen Begriffen:

  1. Barrierearm: „Barrierearm“ bezieht sich auf eine Gestaltung oder Anordnung, die versucht, so viele Barrieren wie möglich zu reduzieren, um die Zugänglichkeit für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen zu verbessern. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass Hindernisse wie Stufen, enge Durchgänge oder unebene Bodenbeläge minimiert werden, um es Menschen mit Gehbehinderungen, Sehbeeinträchtigungen oder anderen Einschränkungen einfacher zu machen, sich in einem bestimmten Raum zu bewegen.
  2. Barrierefrei: „Barrierefreiheit“ geht einen Schritt weiter als „barrierearm“. Ein Raum oder eine Einrichtung wird als „barrierefrei“ bezeichnet, wenn sie so gestaltet ist, dass Menschen mit verschiedenen Behinderungen, einschließlich Menschen im Rollstuhl, Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen sowie Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, weitgehend selbstständig und ohne fremde Hilfe den Raum nutzen können. Dies umfasst unter anderem Rampen oder Aufzüge für Rollstuhlfahrer, taktile Leitsysteme für Sehbeeinträchtigte und gut sichtbare Beschilderungen für Menschen mit Sehbehinderungen.
  3. Rollstuhlgerecht: „Rollstuhlgerecht“ bezieht sich speziell auf die Gestaltung von Räumen oder Einrichtungen, die für Rollstuhlfahrer optimal zugänglich sind. Dies bedeutet, dass nicht nur die physischen Barrieren minimiert oder beseitigt werden, sondern auch die spezifischen Bedürfnisse von Menschen im Rollstuhl berücksichtigt werden. Dies kann die Installation von breiten Türen, barrierefreien Toiletten mit ausreichend Platz für Rollstühle und niedrige Anordnungen von Schaltern und Bedienelementen umfassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „barrierearm“ sich auf die Reduzierung von Barrieren im Allgemeinen bezieht, während „barrierefrei“ und „rollstuhlgerecht“ spezifischer auf die Bedürfnisse von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen eingehen. Die Begriffe haben sich im Laufe der Zeit entwickelt, um eine inklusivere Gestaltung und Nutzung von Räumen zu fördern, die für alle Menschen, unabhängig von ihren körperlichen Fähigkeiten, zugänglich sind.

Text und Foto: Silvia Padberg

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Die Stadt Dinan

Lebendiges Mittelalter in der Bretagne

Ich tauchte ein in die verwinkelten, kleinen, schmalen Gassen der zauberhaften Stadt Dinan und wurde sofort von der Atmosphäre vergangener Zeiten eingefangen. Die Straßen waren gesäumt von wunderschönen alten Fachwerkhäusern, ihre Fassaden erzählten Geschichten von Jahrhunderten. Überall sah ich sehr alte Gebäude mit Portalvorbauten, die wie Pforten in eine andere Ära wirkten. Boutiquen, Crêperien, Restaurants und Cafés füllten die Luft mit verlockenden Düften und einladenden Eindrücken.

Die malerischen Gassen luden mich ein, mich in der Zeit zurückversetzt zu fühlen, während ich mich langsam durch das Labyrinth der Straßen bewegte. Die Basilika erhob sich majestätisch vor mir, und das Schloss Dinan thronte auf dem Hügel, ein emblematisches Monument, das die Geschichte der Stadt verkörperte.

Doch bald merkte ich, dass die Kopfsteinpflasterstraßen, die den Charme von Dinan ausmachten, nicht gerade für Menschen mit Handicap geeignet waren. Das überwiegende Kopfsteinpflaster machte das Gehen schwierig, vor allem für diejenigen, die auf Unterstützung angewiesen waren. Dennoch war ich erleichtert festzustellen, dass seitlich in den Gassen oft Platten verlegt waren, die das Kopfsteinpflaster unterbrachen. Diese erleichterten das Gehen, besonders für gehbehinderte Menschen. Die Abschnitte mit großen Platten entlang der Häuserfronten waren ebenfalls angenehmer zu bewältigen.

Ich spürte, wie die Stadt trotz ihres historischen Charakters bemüht war, ihre Besucher willkommen zu heißen. Dennoch sollten Menschen mit Handicap aufgrund der großen Besucherströme besonders vorsichtig sein, um nicht angerempelt zu werden und zu stürzen. Für Rollstuhlfahrer hingegen schien die Stadt gut zugänglich zu sein, da sie die Straßen ohne größere Hindernisse befahren konnten. Einzig die Hänge und Stufen stellten gelegentlich eine Herausforderung dar.

Umso erfreulicher war es zu erfahren, dass es fünf barrierefreie Buslinien nach Dinan gab. Diese Anbindung ermöglichte es Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, die Stadt leicht zu erreichen und zu erkunden.

In puncto Parkmöglichkeiten fand ich heraus, dass es einige Behindertenparkplätze in der Stadt gab, die es Menschen mit Behinderungen erleichterten, die Nähe zu den Sehenswürdigkeiten zu genießen. Zudem waren drei öffentliche Toiletten vorhanden, die mit dem Euroschlüssel problemlos zugänglich waren – eine Erleichterung für alle, die auf barrierefreie Einrichtungen angewiesen waren.

Insgesamt konnte ich die mittelalterliche Schönheit von Dinan bewundern, auch wenn die Kopfsteinpflasterstraßen eine gewisse Herausforderung für Menschen mit Handicap darstellten. Die Stadt bemühte sich dennoch, ihren Charme für alle zugänglich zu machen, und bot Lösungen wie die Platten in der Mitte der Gassen und die barrierefreien Buslinien. Ein Besuch in dieser zauberhaften Stadt war zweifellos eine Reise in die Vergangenheit wert.

Text und Fotos: Silvia Padberg

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Strandabschnitt in Saint-Pair-Sur-Mer, Nähe Jullouville in der Region Normandie

Von der Sehnsucht nach Abenteuern angetrieben, führte mich mein Weg zu einem bezaubernden Strandabschnitt entlang der Rue Elian Planes, in der malerischen Umgebung von Saint-Pair-sur-Mer, in der Nähe von Jullouville. Dieser Ort versprach nicht nur landschaftliche Schönheit, sondern auch eine außergewöhnliche Barrierefreiheit – eine Kombination, die mich nicht länger auf dem Stuhl hielt.

Ganz in der Nähe des einladenden Restaurants La Paillote parkte ich mein Fahrzeug am Ende der Rue Elian Planes. Ein erster Blick auf den Schotterparkplatz verriet mir, dass die Unebenheiten eine kleine Herausforderung sein würden, die mich von meinem Vorhaben abhalten konnte. Dennoch nahm ich meine Nordic-Walking Stöcke, die mir Halt geben die paar Schritte zur Promenade zu gelangen.

Entlang der Schotterstraße ging es nur wenige Meter bis zur asphaltierten Promenade, die für Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderung, wie mich gestaltet wurde. Ein beruhigender Anblick waren die Bänke entlang des Weges, die nicht nur Pausen versprachen, sondern auch einen atemberaubenden Blick auf das strahlende Meer und dem nicht überfülltem Strand.

Der wahre Höhepunkt dieser Reise offenbarte sich jedoch, als ich den Übergang vom festen Weg zum Strand erreichte. Ein geschickt betonierter Pfad führte mich schräg abwärts, fast als ob er mich dazu ermutigen wollte, den Sand  zu berühren. Ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit, das mich in seinen Bann zog.

Mit jedem Meter, den ich dem Meer näher kam, spürte ich den salzigen Wind auf meiner Haut und hörte das sanfte Rauschen der Wellen in meinen Ohren. Doch ich erinnerte mich daran, dass dieser Strandabschnitt nicht von Rettungsschwimmern überwacht wird und somit keine Wasserrollstühle zur Verfügung standen.

Nichtsdestotrotz war dies ein Ort, der mir zeigte, wie Barrierefreiheit und Naturerlebnis harmonisch miteinander verschmelzen können.

Von der sanft abfallenden Promenade bis hin zum fast greifbaren Sand bot die Rue Elian Planes nicht nur einen Blick auf das Meer, sondern auch einen Blick in die Zukunft der Zugänglichkeit. Ein Ort, an dem meine Freude, das Meer zu erleben, nicht durch Hindernisse begrenzt wurde, sondern durch die grenzenlose Weite des Horizonts inspiriert wurde.

Text und Fotos: Silvia Padberg
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Der Steile Pfad zur Inklusion

Wann wurde die Idee der Inklusion aufgenommen?

In Deutschland ist Inklusion ein gesellschaftliches und politisches Ideal. Aus diesem Grund wurde bereits seit 1994 in unserem Grundgesetz festgelegt: „Niemand darf aufgrund seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Dies bedeutet, dass der Staat verpflichtet ist, Menschen mit Behinderungen genauso zu behandeln wie alle anderen Bürger unserer Gesellschaft.
Zum Nachdenken „Ideal“?!

Das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention, BRK) wurde 2006 von der UNO-Generalversammlung in New York verabschiedet und trat 2008 in Kraft. Dieses Abkommen wurde von 185 Staaten sowie der EU durch Ratifizierung, Beitritt oder formale Bestätigung angenommen und ist somit ein bindender internationaler Vertrag. Es präzisiert die bisher bestehenden acht Menschenrechtsabkommen hinsichtlich der Lebensumstände von Menschen mit Behinderungen.
Zum Nachdenken „wurde viel umgesetzt“?!

Laut dem Statistischen Bundesamt gibt es mehr als 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland, was einer Schwerbehindertenquote von 9,4 Prozent entspricht. Auf dieser Seite finden sich weitere umfangreiche statistische Daten.

15 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention und 29 Jahre nach ihrer Aufnahme in das Grundgesetz gestaltet sich die Umsetzung der Inklusion in Deutschland nach wie vor als äußerst schwierig und meiner Meinung nach viel zu langsam.

Im Alltag begegnen uns immer wieder Hindernisse. Es reicht von Städten, die ihre Bürgerbüros verlagern o. renovieren und dabei unerwartet Stufen vor dem Eingang einbauen, über Geschäfte, die Behindertenparkplätze an unpassenden Stellen markieren, bis hin zu Veranstaltungen, die außer Acht lassen, dass Menschen mit Behinderungen auch Konzerte oder Festivals besuchen möchten. Selbst Ärztepraxen sind vielerorts noch immer nicht barrierefrei gestaltet. Dabei sind es nicht nur diese Bereiche, die hinterherhinken. Viele Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants, Schulen und Universitäten sind nach wie vor nicht rollstuhlgerecht und bieten keine barrierefreie Umgebung.

Daher ist es an der Zeit, nicht nur für physische Zugänglichkeit zu sorgen, sondern auch für eine umfassende inklusive Erfahrung in sämtlichen Lebensbereichen.

In jedem Gremium, Ausschuss usw. sollte eine Person mit Behinderung vertreten sein, um sofortiges Feedback und praktische Umsetzungsvorschläge zu diskutieren und sicherzustellen, dass zukünftige Entwicklungen von Anfang an inklusiv gestaltet werden.

Text und Foto: Silvia Padberg

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