„Frankreichs goldene Riesenwelle: Die Dune du Pilat bei Arcachon“

Tatsächlich befand ich mich nicht in Nordafrika, sondern in Frankreich, vor der Dune du Pilat, der größten Wanderdüne Europas. Sie liegt südlich von Arcachon in der Region Nouvelle-Aquitaine, ist rund drei Kilometer lang, bis zu 500 Meter breit und etwa 100 bis 115 Meter hoch. Ständig wird sie vom Wind geformt und wandert Jahr für Jahr ein Stück weiter ins Landesinnere – ein Naturwunder am Atlantik.

Ein Zwischenstopp in Mimizan – Barrierefreiheit zwischen Fluss und Meer

In der Nähe fanden wir zwei Behindertenparkplätze in der Avenue de la Jetée, ganz in Strandnähe. Von dort ging es mit dem Rollstuhl über die Brücke „Boulevard des Pêcheurs“, teils aus Holz, teils asphaltiert. Unter mir glitzerte der Courant de Mimizan, der Küstenfluss, der hier in den Atlantik mündet. Ein faszinierender Ort, der sich mit den Gezeiten verändert – mal ruhig und sanft, mal kraftvoll.

Restaurant-Tipp in Léon – Le Pignon am Marktplatz

Das Restaurant empfängt seine Gäste mit einer großen Außenterrasse unter Sonnenschirmen. Links gibt es zwar zwei Stufen, doch von vorne ist der Zugang barrierefrei und rollstuhlgerecht.
Mein Begleiter stellte einen Stuhl zur Seite, sodass ich bequem mit meinem Rollstuhl direkt an den Tisch kam – mit einem wirklich schönen Blick auf den Marktplatz und die Kirche.

Plage des Sablères – der wilde Strand von Vieux-Boucau

Barrierefreiheit & Zugang
Der Zugang erfordert etwas Abenteuerlust:
• Zunächst ein asphaltierter Anstieg, teilweise mit Sand bedeckt – hier driftet der Rollstuhl leicht ab, also besser mit Begleitung.
• Danach eine steilere Passage über die Düne. Oben wird der Asphalt schräg – ein Gefühl, als könnte der Rollstuhl kippen

Plage de Messanges – viel Natur, wenig Barrierefreiheit

Barrierefreiheit vor Ort
Der Weg zur Düne ist asphaltiert, allerdings stellenweise mit Sand bedeckt. Mit meinem Rollstuhl Efix war das Fahren dadurch schwierig – er rutschte weg, sodass eine Begleitperson notwendig war, um sicher hoch- und runterzukommen.
Oben angekommen findet man Toiletten (inklusive Behindertentoilette), eine kleine Imbissmöglichkeit sowie die Rettungswache.
Von hier führen zwei Holzstege den Hang hinunter: einer für den Hinweg, einer für den Rückweg. Leider folgt nach einem Knick ein Abschnitt mit Stufen – und damit endet die Barrierefreiheit abrupt.

Sonne, Meer und Barrierefreiheit am Plage de Moliets

Barrierefreiheit am Strand
Besonders positiv: Vor Ort gibt es einen Strand- und Baderollstuhl (Amphibienrollstuhl). Für den direkten Zugang zum Meer wird allerdings eine Begleitung empfohlen, da der Weg leicht abschüssig ist.

Sonnige Auszeit in Linxe – barrierefrei zwischen Wald, See und Meer

Mein Fazit
Die Wohnung ist modern, hell, gemütlich und ideal für einen entspannten Urlaub. Für Menschen mit kleineren bis mittelgroßen Rollstühlen ist sie gut geeignet, auch wenn der schmale Flur und die eingeschränkten Wendemöglichkeiten für große Rollstühle eher schwierig sein können.
Insgesamt habe ich mich sehr wohlgefühlt und konnte meine Auszeit barrierefrei und unbeschwert genießen – mitten in der wunderschönen Natur von Linxe.

5 Wochen, 4 Länder, 8.054 km und 10.236 Fotos – unser Roadtrip durch Südeuropa

Wir haben zahlreiche Restaurants besucht, Städte erkundet, Strände genossen, Weltkulturerbe-Stätten bewundert, Festungen erklommen und Klippen bestaunt. Unterwegs haben wir auch immer wieder geprüft: Was ist barrierefrei, rollstuhlgerecht oder vielleicht eine kleine Herausforderung?

Meine Reise durch Europa – barrierefrei, barrierearm oder rollstuhlgerecht?Von der Atlantikküste bis nach Andalusien – meine ganz persönliche Entdeckungsreise

Ich, voller Abenteuerlust, Neugier und Lebensfreude, setze meine Europareise fort. Hinter mir liegen unvergessliche Tage: 8 erfrischende, windumtoste Tage an der rauen Atlantikküste Frankreichs, 7 ruhige, naturverbundene Tage nahe des Nationalparks Pedra Bela und 12 sonnendurchflutete, lebendige Tage in Lagos an der Algarve. Nun habe ich die spanische Grenze überquert und bin im faszinierenden Andalusien,„Meine Reise durch Europa – barrierefrei, barrierearm oder rollstuhlgerecht?Von der Atlantikküste bis nach Andalusien – meine ganz persönliche Entdeckungsreise“ weiterlesen

Reisen trotz Handicap – mein Weg zurück ins Leben

Portugal hat mir gezeigt: Barrierefreiheit bedeutet nicht nur Rampen und Aufzüge. Es bedeutet auch offene Herzen, Respekt und gelebte Inklusion. Dieses Land hat mir das Gefühl gegeben, nicht am Rand zu stehen, sondern mitten im Leben zu sein.