**Altstadt Rheda: Fachwerkperlen, Kopfsteinpflaster und eine echte Rollstuhl-Überraschung** 

Altstadt Rheda

**Barrierefrei durch die historische Altstadt von Rheda? Mein ehrlicher Test nach dem Schlossbesuch**

Vom wunderschönen Schloss Rheda war ich gerade zurück – und statt direkt ins Auto zu steigen, schnappte ich mir meinen efix Rollstuhl und rollte einfach weiter in die historische Altstadt von Rheda. Doktorplatz, 33378 Rheda-Wiedenbrück. Und was soll ich sagen? Ich war wirklich überrascht – positiv überrascht!

Wer durch die engen Gassen der alten Residenzstadt bummelt, taucht ein in eine andere Zeit. Überall liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser in unterschiedlichen Baustilen, die die Geschichte der Stadt lebendig machen. Besonders schön: Auf dem Pflaster vor den Häusern sind die Symbole der alten Handwerkerzünfte eingelassen. Die Leineweber dominierten damals klar – um 1820 gab es hier rund 100 Webstühle! Die kleinen Wappen erzählen auf Schritt und Tritt von der Handwerkskunst des Mittelalters.

Mein absoluter Lieblings-Spot war die **Kleine Straße**. Hier reihen sich die Fachwerkhäuser wie Perlen an einer Kette aneinander – einfach traumhaft zum Anschauen. Auch die Altstadt von Wiedenbrück ist für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollator zumindest teilweise zugänglich.

Allerdings: Kopfsteinpflaster und teils richtig hohe Bordsteinkanten sind vorhanden. An manchen Stellen hat mein efix sogar leise „Hoppla, das war knapp!“ gerufen – ich musste echt lachen, weil der Rollstuhl plötzlich wie ein kleines Springpferd wirkte. Die Bordsteinkanten sind so sportlich, dass ich mir fast überlegt habe, ob ich nicht besser Turnschuhe statt Reifen brauche. 😄

Trotz enger Gassen und mancher unebener Flächen konnte ich die schönen Fassaden erstaunlich gut genießen. Mein efix Rollstuhl hat sich wieder einmal bewährt! Die Altstadt von Rheda ist definitiv keine 100 % barrierefreie Flaniermeile – das wäre bei einer so alten Stadt auch utopisch. Aber sie ist deutlich besser befahrbar, als ich nach den ersten Eindrücken befürchtet hatte.

**Praktisch & wichtig: Toiletten** 

Mehrere öffentliche Behindertentoiletten sind vorhanden – und das ist Gold wert! Rheda-Wiedenbrück macht beim Projekt „Nette Toilette“ mit, sodass auch viele Gastronomen und Einzelhändler ihre Toiletten öffnen. Besonders praktisch:

– **Rathaus Rheda** (Rathausplatz): barrierefreie Toilette 

  Mo–Do 7–18 Uhr, Fr 7–14 Uhr, Sa 6–14 Uhr

– **Stadtbibliothek Rheda & Wiedenbrück**: beide haben Behindertentoiletten und sind Teil des „Nette Toilette“-Netzes

– **Stadthaus Wiedenbrück**: barrierefreie Toilette 

  Mo–Fr 8–17 Uhr, Sa 6–18 Uhr, So 9–18 Uhr

Tipp: EURO-Schlüssel mitnehmen – dann klappt’s überall reibungslos.

**Kleiner Verbesserungsvorschlag mit Augenzwinkern:** 

Ein paar Bordsteine in der Kleinen Straße etwas absenken – und schon könnten noch viel mehr Menschen die Fachwerk-Perlen ohne „Springpferd-Einlage“ genießen. Würde nur ein paar Zentimeter kosten und wäre ein Riesen-Gewinn!

**Fazit:** Die Altstadt von Rheda ist ein echtes Schmuckstück – und für Rollstuhlfahrer überraschend gut machbar. Klar, die Bordsteinkanten fordern Konzentration und manchmal ein Schmunzeln, aber die Schönheit entschädigt für alles. Wer nach dem Schlossbesuch noch ein bisschen Geschichte und Atmosphäre tanken möchte, sollte unbedingt weiterrollen.

Habt ihr die Altstadt von Rheda auch schon erkundet? Oder hattet ihr schon mal eine lustige „Bordsteinkanten-Action“ mit dem Rollstuhl? Schreibt mir gerne eure Erfahrungen in die Kommentare – ich lese jede Nachricht! 💬

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