Ein Zwischenstopp in Mimizan – Barrierefreiheit zwischen Fluss und Meer

Mimizan Atlantikküste Frankreich

Am vierten Tag meiner Atlantiktour erreichten wir Mimizan gegen 14.00 Uhr – einen Ort, den ich ursprünglich schon für Ende Mai/Anfang Juni gebucht hatte, meine Reise jedoch wegen einer Operation verschieben musste. Natürlich war ich gespannt: Wie würde es hier sein, verglichen mit unseren bisherigen Lieblingsorten?

In der Nähe fanden wir zwei Behindertenparkplätze in der Avenue de la Jetée, ganz in Strandnähe. Von dort ging es mit dem Rollstuhl über die Brücke „Boulevard des Pêcheurs“, teils aus Holz, teils asphaltiert. Unter mir glitzerte der Courant de Mimizan, der Küstenfluss, der hier in den Atlantik mündet. Ein faszinierender Ort, der sich mit den Gezeiten verändert – mal ruhig und sanft, mal kraftvoll.

Der Strand selbst ist gut ausgestattet: öffentliche Toiletten, Erste-Hilfe-Station und sogar eine Strandmatte für mobilitätseingeschränkte Besucher sowie spezielle Geräte. Allerdings führen fast überall Treppen hinunter zum Sand. Nur am Plage de la Garluche gibt es eine Assistenz, eine Rampe mit 5 % Gefälle, einen befestigten Strandzugang und sogar zwei Baderollstühle – eine echte Erleichterung. Bei 23 Grad spazierten (und fuhren) wir entlang der Strandpromenade. Diese wechselte zwischen Holzstegen an den Strandzugängen und Asphaltwegen – flankiert von Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants, Cafés und kleinen Geschäften. Hier pulsiert das Leben, eine typische Strandpromenade: ich denke, wir befanden uns am Mimizan Plage.

Mein persönliches Fazit

So praktisch und lebendig Mimizan auch ist, mein Herz schlägt dennoch stärker für unsere Ferienwohnung in Linxe und den Strandabschnitt Plage des Sablères. Dort ist es wilder, ruhiger, natürlicher – weniger Häuser, weniger Geräuschkulisse. Für mich ist das genau die Art von Strand, die mir Freiheit und Weite schenkt.

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