Der Schlangen-Knöterich – Naturheiler mit Symbolkraft

Wir brauchen mehr Bewusstsein dafür, dass Inklusion kein Extra ist, sondern ein Menschenrecht.

Zahnbürste der Natur: Was uns eine Wildpflanze über Beharrlichkeit und Inklusion lehrt

Auf meinen Reisen begegne ich nicht nur Burgen, Stränden oder Campingplätzen – auch die Pflanzen am Wegesrand erzählen Geschichten. So wie der Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis), der im Volksmund liebevoll „Zahnbürste“ genannt wird – wegen seiner aufrechtstehenden, pinselartigen Blütenform.

Doch hinter seiner charmanten Erscheinung verbirgt sich viel mehr: Diese robuste Wildpflanze wächst an feuchten Wiesen, Waldrändern und in Moorlandschaften. Sie trotzt widrigen Bedingungen, regeneriert sich immer wieder aufs Neue und blüht jedes Jahr in leuchtendem Rosa – selbst dort, wo andere längst aufgeben.

Spirituell betrachtet steht der Schlangen-Knöterich für Widerstandskraft, Anpassungsfähigkeit und Erneuerung. Seine Beständigkeit erinnert mich an all jene Menschen, die trotz Barrieren und Hindernissen aktiv am Leben teilhaben möchten – und oft für ihre Rechte kämpfen müssen.

Wenn ich unterwegs bin und mir anschaue, ob Orte barrierefrei oder zumindest barrierearm sind, dann frage ich mich oft: Warum ist das eigentlich immer noch nicht selbstverständlich?

Wir brauchen mehr Bewusstsein dafür, dass Inklusion kein Extra ist, sondern ein Menschenrecht. Natur kennt keine Ausgrenzung – der Schlangen-Knöterich wächst, wo er kann. Wir sollten unsere Welt auch so gestalten: offen, zugänglich und heilend für alle.

In diesem Sinne: Lasst uns auf Reisen nicht nur die Schönheit, sondern auch die Chancen zur Veränderung entdecken.

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