Als begeisterte Weltentouristin mit Muskeldystrophie Bethlem und meinem treuen efix-Rollstuhl bin ich stets auf der Suche nach zugänglichen Reisezielen. Die Externsteine, eine atemberaubende Felsformation im Teutoburger Wald, standen schon lange auf meiner Wunschliste. Ich war gespannt, wie gut dieses Naturwunder für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erschlossen ist. Meine jüngste Erkundungstour sollte Licht ins Dunkel bringen und aufzeigen, wo dringend Verbesserungen nötig sind.

Ein beeindruckendes Naturdenkmal mit verbesserungswürdigem Zugang für Rollstuhlfahrer
Die **Externsteine**, ein uraltes, mystisches Naturdenkmal mitten im Teutoburger Wald, zogen mich in ihren Bann. Schon die Anfahrt war gut organisiert: Mit einem **Parkticket** für 4,00 Euro ging es den teerbefestigten Berg hinauf. Links und rechts reihten sich Parkplätze im Schatten der Bäume, einige davon mit **Schotteruntergrund**, die jedoch wenig barrierefreundlich waren. Ganz oben angekommen, fand ich zum Glück einige **Behindertenparkplätze** auf der linken Seite in Richtung der Abfahrt. In der Nähe stand das Kassenhäuschen, das den Eingang zur faszinierenden Welt der Externsteine markiert.
Vom Parkplatz aus ging es mit dem Rollstuhl weiter, der Weg zum **Infozentrum** und dem angrenzenden **Restaurant** führte mich über einen kurzen, aber unebenen Waldweg. Der **grobe Schotter** im Park selbst stellte sich als eine echte Herausforderung dar. Mit einem **Rollator** wäre das Gelände kaum zu bewältigen gewesen, und selbst mit meinem **Efix-Rollstuhl** konnte ich lediglich die erste Ebene erkunden. Schon nach wenigen Metern driftete ich mit dem Rollstuhl ständig ab und entschied mich schließlich, den Weg nicht weiter zu befahren. Trotz meiner elektronischen Unterstützung musste meine Begleitung mich immer wieder nach oben schieben.
An diesem Punkt blieb ich allein auf einer ebenen Fläche, während meine Begleitung die faszinierenden **Sandsteinformationen** weiter erkundete. Es war ein seltsames Gefühl, umgeben von der erhabenen Stille des Waldes und den geheimnisvollen Felsen, die seit Jahrtausenden über das Land wachen. Die **Externsteine**, einst ein heidnischer Kultort und später eine christliche Pilgerstätte, scheinen bis heute eine mystische Energie auszustrahlen. Ihre markanten Formen wirken wie **überirdische Monolithen**, die das Tor zu einer anderen Welt öffnen.
Doch trotz dieser tief beeindruckenden Atmosphäre wurde mir schnell klar, dass das weitläufige Gelände rund um die Externsteine für Menschen mit **Mobilitätseinschränkungen** nur eingeschränkt zugänglich ist. Der grobe Schotter, die unebenen Wege und die steilen Abschnitte machen eine barrierefreie Erkundung fast unmöglich. Hier muss noch einiges überlegt werden, um Menschen mit Handicap einen vollwertigen Zugang zu ermöglichen.
Trotz der Barrieren war der Besuch dennoch nicht umsonst. Das **Infozentrum** und der **Felsenwirt**, das Restaurant vor Ort, sind **behindertengerecht ausgebaut** und bieten einen angenehmen Aufenthalt. Zudem gibt es eine **Behindertentoilette** am Parkplatz, deren Schlüssel man zu den Öffnungszeiten des Infozentrums ausleihen kann.
Am Ende blieb ein ambivalentes Gefühl: Auf der einen Seite war ich überwältigt von der **mystischen Kraft der Externsteine**, die mich in ihrer uralten Geschichte gefangen hielten. Auf der anderen Seite bedauerte ich, nicht das gesamte Gelände erkunden zu können. Vielleicht wird es in Zukunft mehr barrierefreie Wege geben, damit alle die **magische Atmosphäre** dieses Ortes vollständig erleben können.


































