Schloss Gesmold in Melle: 

Schloss Gersmold bei Melle

Ein Besuch voller Vorfreude und Enttäuschung

Als leidenschaftliche Bewunderin von Schlössern und Burgen faszinieren mich die prunkvollen Fassaden, die detailreiche Architektur und die historische Atmosphäre solcher Bauwerke immer wieder aufs Neue. Deshalb war meine Vorfreude groß, als ich mich am Samstag auf den Weg zum Schloss Gesmold in Melle machte.

Die Vorbereitung für meinen Besuch war wie immer gründlich. Mein elektrischer Efix-Rollstuhl wurde am Vorabend vollständig aufgeladen, denn seit meinem Oberschenkelbruch bin ich auf dieses Hilfsmittel derzeit angewiesen. Ich organisierte eine Begleitperson, packte Brote und Getränke ein und machte mich voller Vorfreude auf die Fahrt nach Melle.

Am Ziel angekommen, war das Schloss Gesmold schon aus der Ferne ein traumhafter Anblick. Die schimmernde Fassade und die harmonische Architektur verliehen dem Ort einen ganz besonderen Charme. Doch bevor ich die Magie des Schlosses entdecken konnte, begann die Suche nach einem Parkplatz, was sich als kleine Herausforderung erwies. Nach dem Aufbau meines Rollstuhls ging es endlich los.

Über einen geteertem Weg rollte ich in Richtung Eingang, vorbei an einem märchenhaften Türmchen, das mich mit seiner malerischen Bauweise sofort verzauberte. Die Umgebung strahlte eine Ruhe aus, die ich an solchen historischen Orten finde. Mein Herz schlug schneller vor Vorfreude, während ich mich auf den Schlossgarten freute, von dem ich so viel gelesen hatte.

Doch dann die bittere Enttäuschung: Ein massives, eisernes Tor, verschlossen und unerreichbar. Meine Begleitung und ich standen ratlos davor. Trotz der offiziellen Öffnungszeiten, die auf der Webseite angekündigt waren, war das Schloss nicht zugänglich. Und wir waren nicht die einzigen – mehrere Besucher waren ebenfalls gekommen und mussten enttäuscht wieder umdrehen.

Das Schloss Gesmold ist zweifellos ein architektonisches Juwel, dessen malerische Kulisse und historische Bedeutung beeindrucken. Doch die fehlende Verlässlichkeit in der Zugänglichkeit ist enttäuschend, insbesondere für Menschen mit Handicap, die oft auf eine sorgfältige Planung angewiesen sind.

Trotz allem bleibt der Wunsch, eines Tages zurückzukehren, um die Schönheit dieses Ortes in vollen Zügen genießen zu können – und hoffentlich diesmal hinter das eiserne Tor zu blicken. Und wer Architektur und Kultur zu schätzen weis, sollte die Website stets auf den neuesten Stand bringen.

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