Mein erstes Wohnmobil-Abenteuer: Herausforderungen und Erlebnisse beim Nuoviso Sommerfest 2024

Die malerische Kulisse von Pfännerhall in Braunsbedra, Sachsen-Anhalt, war der Schauplatz meines ersten Abenteuers mit einem Wohnmobil. Vom 15. bis 18. August 2024 tauchte ich in das farbenfrohe und vielseitige Sommerfest Nuoviso ein. Trotz meiner Vorerkrankung, der Muskeldystrophie Typ Bethlem, und der derzeitigen Herausforderung, mich aufgrund einer komplizierten Fraktur am Oberschenkel im Rollstuhl fortzubewegen, ließ ich mir dieses Erlebnis nicht entgehen.

Die Reise begann aufregend: Zum ersten Mal in einem Wohnmobil unterwegs, musste ich eine kreative Lösung finden, um den Einstieg zu meistern. Mit viel Geschick und einer eigens mitgebrachten Campingtreppe, die wir an der Beifahrertür ansetzten, überwand ich vier Stufen und schwang mich geschickt auf den Sitz, den ich drehte, um mich sicher in den Wohnwagen zu begeben. Drinnen bot mir die enge Umgebung Halt, sodass ich kleine, sichere Schritte machen konnte.

Das Festivalgelände selbst stellte mit seiner unebenen Beschaffenheit eine Herausforderung dar, die ich jedoch dank meines Rollstuhls problemlos bewältigte. Besonders beeindruckt war ich von der barrierefreien Ausstattung der großen Halle, die auch eine rollstuhlgerechte Toilette bereithielt – eine Erleichterung und ein Zeichen dafür, dass hier an alle gedacht wurde.

Vier intensive Tage voller Abwechslung erwarteten mich. Zahlreiche Künstler und bekannte Persönlichkeiten traten auf und sorgten für ein spannendes Programm. Darunter waren Tom Lausen, Günther Hannich, Helmut Reinhard, Helmut Roewer, Emma Marten, Nikolai Binner, Uli Masuth, Marco Rima, Marcel Wojnarowicz, Martin Szwed, Ralph Valenteano, Andreas Beutel und Lars. Das Team von Nuoviso, bestehend aus Robert Stein, Frank Höfer, Aron Morhoff, Charles, Kathrin Huß, Julia Szarvasy, Frank Stoner, Lars Maehrholz und Norbert Fleisch, bot ein abwechslungsreiches Spektrum an Inhalten – von Live-Talks wie Tacheles mit Thomas Röper bis hin zu humorvollen Beiträgen und tiefgehenden Diskussionen.

Trotz der körperlichen Anstrengungen und der Herausforderungen mit dem Wohnmobil habe ich die Tage in vollen Zügen genossen. Es war eine wertvolle Erfahrung, die mir gezeigt hat, dass ich auch mit meiner Situation Abenteuer erleben kann. Und eines ist sicher: Dieses Wohnmobil-Erlebnis wird nicht mein letztes gewesen sein.

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