Aufgrund meiner Erkrankung nimmt die Planung von Reisen, Restaurantbesuchen, Veranstaltungen und anderen Aktivitäten einen ganz besonderen Stellenwert in meinem Leben ein und stellt eine einzigartige Herausforderung dar.
Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen Vorfreude und der akribischen Planung, die erforderlich ist, um sicherzustellen, dass mein Erlebnis so reibungslos wie möglich verläuft.
Ein erster Schritt in meiner Planung ist immer die Suche nach einem geeigneten Behindertenparkplatz in der Nähe des Zielorts. Das mag für viele selbstverständlich erscheinen, aber für mich ist es oft der entscheidende Faktor, ob ich überhaupt an einem Ort teilnehmen kann. Ohne einen solchen Parkplatz kann der Zugang zu einem Restaurant, einer Veranstaltung oder einem Hotel nahezu unmöglich sein.
Selbst wenn ich einen Parkplatz finde, muss ich ständig mit Barrieren rechnen. Ob es Treppenstufen sind, schmale Türen oder fehlende Rampen – Barrieren sind allgegenwärtig. Dies bedeutet, dass die Auswahl von Reisezielen, Restaurants, Hotels, Ferienwohnungen und Veranstaltungen für mich eingeschränkter ist. Ich muss oft im Voraus recherchieren und sicherstellen, dass die Orte, die ich besuchen möchte, behindertengerecht sind.
Manchmal kann ich mich nicht auf Spontanität verlassen, wie es viele Menschen ohne Behinderung tun können.
Stattdessen muss ich auf die Freundlichkeit und Unterstützung von Fremden hoffen, die mir bei Hindernissen helfen. Das kann entweder eine herzerwärmende Erfahrung sein oder mich in eine sehr unangenehme Lage bringen, wenn niemand bereit ist zu helfen.
In vielen Fällen habe ich eine Begleitperson an meiner Seite, um mir zu helfen. Diese Person ist nicht nur für moralische Unterstützung da, sondern auch, um bei der Bewältigung von Barrieren zu assistieren. Ihre Anwesenheit ermöglicht es mir, einige Aktivitäten zu genießen, die ich alleine nicht bewältigen könnte.
Die Planung von Aktivitäten erfordert von mir auch, mehr Zeit einzuplanen. Barrieren können unerwartet auftreten und erfordern zusätzlichen Zeitaufwand. Ein spontaner Ausflug ist oft nicht möglich, da die Vorbereitung und die Gewissheit, dass der Ort zugänglich ist, im Vordergrund stehen.
Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass ich oft weniger trinke, wenn ich unterwegs bin, weil viele Orte keine barrierefreien Behindertentoiletten haben. Das bedeutet, dass ich mich einschränke, um unangenehme Situationen zu vermeiden.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Planen von Reisen, Restaurantbesuchen, Veranstaltungen und anderen Aktivitäten für mich mit vielen Herausforderungen verbunden ist.
Trotzdem versuche ich, das Beste aus jeder Situation zu machen und mein Leben in vollen Zügen zu genießen, auch wenn das manchmal bedeutet, dass ich mehr im Voraus planen muss als andere.
Deshalb habe ich einen Blog ins Leben gerufen, um immer wieder aufzuzeigen, wie wichtig es ist, die Inklusion zu verbessern und Barrieren abzubauen.
