Die Stadt Dinan

Lebendiges Mittelalter in der Bretagne

Ich tauchte ein in die verwinkelten, kleinen, schmalen Gassen der zauberhaften Stadt Dinan und wurde sofort von der Atmosphäre vergangener Zeiten eingefangen. Die Straßen waren gesäumt von wunderschönen alten Fachwerkhäusern, ihre Fassaden erzählten Geschichten von Jahrhunderten. Überall sah ich sehr alte Gebäude mit Portalvorbauten, die wie Pforten in eine andere Ära wirkten. Boutiquen, Crêperien, Restaurants und Cafés füllten die Luft mit verlockenden Düften und einladenden Eindrücken.

Die malerischen Gassen luden mich ein, mich in der Zeit zurückversetzt zu fühlen, während ich mich langsam durch das Labyrinth der Straßen bewegte. Die Basilika erhob sich majestätisch vor mir, und das Schloss Dinan thronte auf dem Hügel, ein emblematisches Monument, das die Geschichte der Stadt verkörperte.

Doch bald merkte ich, dass die Kopfsteinpflasterstraßen, die den Charme von Dinan ausmachten, nicht gerade für Menschen mit Handicap geeignet waren. Das überwiegende Kopfsteinpflaster machte das Gehen schwierig, vor allem für diejenigen, die auf Unterstützung angewiesen waren. Dennoch war ich erleichtert festzustellen, dass seitlich in den Gassen oft Platten verlegt waren, die das Kopfsteinpflaster unterbrachen. Diese erleichterten das Gehen, besonders für gehbehinderte Menschen. Die Abschnitte mit großen Platten entlang der Häuserfronten waren ebenfalls angenehmer zu bewältigen.

Ich spürte, wie die Stadt trotz ihres historischen Charakters bemüht war, ihre Besucher willkommen zu heißen. Dennoch sollten Menschen mit Handicap aufgrund der großen Besucherströme besonders vorsichtig sein, um nicht angerempelt zu werden und zu stürzen. Für Rollstuhlfahrer hingegen schien die Stadt gut zugänglich zu sein, da sie die Straßen ohne größere Hindernisse befahren konnten. Einzig die Hänge und Stufen stellten gelegentlich eine Herausforderung dar.

Umso erfreulicher war es zu erfahren, dass es fünf barrierefreie Buslinien nach Dinan gab. Diese Anbindung ermöglichte es Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, die Stadt leicht zu erreichen und zu erkunden.

In puncto Parkmöglichkeiten fand ich heraus, dass es einige Behindertenparkplätze in der Stadt gab, die es Menschen mit Behinderungen erleichterten, die Nähe zu den Sehenswürdigkeiten zu genießen. Zudem waren drei öffentliche Toiletten vorhanden, die mit dem Euroschlüssel problemlos zugänglich waren – eine Erleichterung für alle, die auf barrierefreie Einrichtungen angewiesen waren.

Insgesamt konnte ich die mittelalterliche Schönheit von Dinan bewundern, auch wenn die Kopfsteinpflasterstraßen eine gewisse Herausforderung für Menschen mit Handicap darstellten. Die Stadt bemühte sich dennoch, ihren Charme für alle zugänglich zu machen, und bot Lösungen wie die Platten in der Mitte der Gassen und die barrierefreien Buslinien. Ein Besuch in dieser zauberhaften Stadt war zweifellos eine Reise in die Vergangenheit wert.

Text und Fotos: Silvia Padberg

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