Museumsdorf Cloppenburg, Freilichtmuseum

Für gebehinderte, außergewöhnlich gebehinderte oder rollstuhlfahrende Menschen gibt es immer wieder Recherche im Vorfeld, wenn wir etwas unternehmen möchten. Es tauchen Fragen auf, gibt es einen Parkplatz in der Nähe Einganges, wie ist die Beschaffenheit des Bodens, der Wege, gibt es Behindertentoiletten, oder welche Hürde muss genommen werden. Brauchen wir eine Begleitperson oder schaffen wir dieses alleine?!

Die Lage des Freilichtmuseums in Niedersachen bewog mich einen Ausflug zu unternehmen, denn das Gelände schien nicht zu sehr gebirgig zu sein. In diesem Dorf wurden alte Bauernhäuser, Schulen und Mühlen wieder aufgebaut und viele Informationen über die früheren Lebensverhältnisse sowie der Landwirtschaft und diverse Handwerke näher aufgezeigt.

Ausgewiesene Behindertenparkplätze befinden sich in der Nähe zum Haupteingang des Freilichtmuseums. In geringer Entfernung gibt es die erste ausgewiesene Behindertentoilette. Von dort aus geht es über eine asphaltierte, langgezogene siebenprozentige steigende Rampe (etwas über einem halben Kilometer) hoch zur Brücke. Kein Problem für Rollis oder Rollator, da die Strecke asphaltiert ist, ein wenig anstrengend für außergewöhnlich Gehbehinderte durch die Steigung. Das ist das schwerste Stück im gesamten Park. Es gibt keine großen Erhöhungen mehr und das Areal ist sehr flach.

Vor dem Haupteingang geht der Weg von asphaltiert in ein grobes Kopfsteinpflaster über. Breite Bereifung von Rollstühlen wird kein Thema sein, allerdings bei dünnen Rädern von Rollis oder Rollatoren, könnte es etwas zu Schwankungen kommen. Außergewöhnlich Gebehinderte mit einem Stock oder Nordic-Working Stöcken empfiehlt es sich hier eine Begleitperson an der Seite zu haben, denn stolpern durch die Unebenheiten könnte passieren.


Bemerkenswert und überrascht war ich am Haupteingang, denn hier kann man sich Rollatoren und Rollstühle ausleihen.
 
Der gesamte Park ist überwiegend mit Kies befahrbar, kleinere Nebenwege ist der Kies etwas tiefer, hier könnten evtl. die Räder etwas durchdrehen. Im Grunde genommen müssten die Wege so fest angelegt sein, dass Rolli, Rollator, Gebehinderte, selbst Kinderwagen, nicht einsinken.

Bei einigen Ausstellungsgebäuden sind die Räume etwas eng und bei ein paar Gebäuden gibt es eine Stufe vor dem Eingang. Hier kann ein Rollstuhlfahrer nur hineinschauen und Gebehinderte brauchen evtl. eine Begleitperson.

In der Gaststätte zum Dorfkrug befindet sich eine gut ausgestattete behindertengerechte Toilette.

* barrierefrei – teilweise
* rollstuhlgerecht – überwiegend
* Begleitperson bei Gehbehinderung zu empfehlen
* ermäßigter Eintritt bei Schwerbehinderung, Begleitperson umsonst









 

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