Wer 200 Jahre alte Handwerks- und Technikgeschichte mit alten Architekturen erleben und sehen möchte, ist beim Freilichtmuseum in Hagen genau richtig.
Das Museum liegt in einem sehr schönem eingekesseltem Tal, sehr bewaldet mit Wiesen und Wasser.
Für Ältere und Menschen mit Handicap allerdings eine Komplexität, diesen Park zu erleben.
Das Parken direkt am Freilichtmuseum ist auf den zugewiesenen Behindertenparkplätze möglich, die Parkplätze sind überwiegend mit Kies und Wiese beschaffen, kein fester Untergrund. Von hier aus geht der Fußmarsch am Bachlauf, an der Käserei mit dazugehörenden Kühen über einen sehr unebenen Feldweg noch ca. 500 Meter bis zum Eingang/Kasse. Elektro-Rollis kein Problem, aber für Personen mit Rollator, oder Rollstuhl, oder schwer Gebehinderte ein recht anstrengender Weg.
Ein Plus an den Park, hier können an der Museumskasse Rollstühle geliehen werden.
Nach dem Eingang erstreckt sich das Gelände sehr weitläufig und bergig und einem Parcours von 80 Höhenmeter muss durch das Ensemble von Handwerk- und Gewerbebetrieben des 19. und des frühen 20.Jahrhundert durch den Wald überwunden werden. Gleich am Anfang der ersten Steigerung ist der Weg sehr uneben mit Kopfsteinpflaster versehen. Ich beobachtete einen Nicht-E-Rolli-Fahrer, der von seiner Begleitperson hinaufgeschoben wurde, dass er viel Kraft brauchte und die Räder sich in dem Kopfsteinpflaster verkanteten. Hier wird es auch für Rollator; Ältere und Gebehinderte sehr schwer diese Meter zu bewältigen. Auf dem weiteren Weg das Tal hinauf kommen viele schöne Gebäude und Werkstätten und die Wege sind unterschiedlich von Asphalt, Kies und Kopfsteinpflaster versehen. Manche Erhebungen sind fast nicht für schwer Gebehinderte oder schiebende Rollstuhl/Rollator Fahrer zu schaffen.
Viele Bänke laden zum Ausruhen an. Einige Bänke kann man nicht nutzen, da sie so angesetzt sind, dass man über ein Stück Gras/Wiese gehen muss, welches zum Stolpern einlädt.
Nicht jedes Haus und nicht jede Werkstatt ist ebenerdig, denn früher gab es steile und enge Treppen. Rund 18 Gebäude sind ebenerdig zugänglich bzw. einsehbar.
Dennoch sind die Sehenswürdigkeiten aus der damaligen Zeit über das Druckerhandwerk, Papierherstellung, Brennerei, Sattlerei uvm. großartig. Die Darbietung wie Eisen geschmiedet, Feilen gehauen, Metall am Feuer und Sensen mit Wasserkraft gedengelt werden, ist schon eine Handwerkskunst, welches großen und kleinen Besuchern dargeboten wird.
Bis man oben am Ende des Geländes im historischen Dorf (einer Brauerei, einem Kolonialwarenladen, einer Bäckerei und Fleischerei und einer Gastronomie) angelangt ist hat man gefühlte drei Kilometer bei wirklich steilem Anstieg zurückgelegt.
Diese Wege müssen auch wieder zurückgelegt werden, eine Auszeit kann man im barrierefreien Restaurant Museumsterrassen einlegen und es gibt die Möglichkeiten Behindertentoiletten aufzusuchen.
Für Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen ist noch Handlungsbedarf diesen Park aufzusuchen. Was möchtest du hier sagen?
* Eintritt mit Schwerbehindertenausweis ermäßigt
* Begleitperson ermäßigt
* Rollstuhlgerecht – nein – Begleitperson erforderlich
* E-Rolli – ja
* Gehbehinderung – nein – empfohlen Begleitperson
Für Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen ist noch Handlungsbedarf diesen Park aufzurüsten
Hier finde ich es von Vorteil, wenn es eine Besucherbahn geben würde, der direkt vom Parkplatz fährt und im Park selbst an verschiedenen Stellen Menschen mit Handicap rein und rauslässt. Zudem sollte es die Möglichkeit mit so einer Bahn auch Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen zu befördern.















